Montag, 31. Dezember 2012

Jean-Michel Aweh: Raus aus dem Nebel

Heute kam die CD von Jean-Michel Aweh bei uns an und ich habe sie gleich gehört.

Es hat mich beeindruckt wie gefühlvoll doch die einzelnen Titel sind und auch die Texte sind durchaus anspruchsvoll.

Ich fand ihn gleich bei seinem ersten Auftritt beim Supertalent sehr gut und ich muss sagen, er hat meine Erwartungen sogar übertroffen.

Auch das er seinen eigenen Titel beim Finale gesungen hat fand ich echt stark, endlich einmal ein Sänger der sich nicht durch Bohlen verbiegen lässt.

Alle Titel auf der CD sind vom ihm, Texte sowie Kompositionen.

Es lohnt sich auf jeden Fall diese CD zu kaufen und auch diesen jungen Mann weiterhin im Auge zu behalten.


Sonntag, 30. Dezember 2012

Auf der Suche nach mir v. Stefanie Marten

Seit ich mich mit dem Thema sexueller Missbrauch so richtig auseinander gesetzt habe, habe ich sehr viele Bücher über dieses Thema gelesen. Unter anderem viele Lebensgeschichten.

Folgendes Buch wurde mir von Stefanie Marten angetragen. Sie meldete sich in meinem Forum an und fragte mich, ob sie ihr eigenes Buch dort vorstellen könne.

Ich stelle keine Bücher in mein Forum bevor ich sie nicht gelsen habe. Also fragte ich nach wo ich es kaufen kann und habe es mir dann bestellt. Diesen Kauf habe ich nicht bereut, denn das Buch fesselte mich von Anfang an.

Stefanie hat eine phantastische Art ihre Gefühle, die sie erleiden musste und die sie noch hat in Worte zu fassen. Ich weiß selber wie unendlich schwer es ist, Dinge und Gefühle zu beschreiben, die eigentlich garnicht da sein sollten.

Zusammengefasst, es ist ein Buch das sich auf jeden Fall zu lesen und zu kaufen lohnt.


Der Körper erinnert sich

Viele von Euch haben bestimmt schon mal was von Phantomschmerzen gehört. Unter diesen Schmerzen leiden Menschen, die ein oder mehrere Körperteile verloren haben. Sie empfinden den Schmerz z.B. an einem Finger der aber nicht mehr da ist.

Wenn ich mich zu stark in meiner Vergangenheit verliere, dann empfinde ich die Schmerzen, die ich damals aushalten musste als wenn sie gerade real sind.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem mir nicht irgendwas wehtut. Leider helfen da dann überhaupt keine Medikamente, ich brauche auch nicht zum Arzt zu gehen, denn der wird nichts finden.

Jahrelang bin ich wegen Ischias Schmerzen behandelt worden, weil mein Bein derart schmerzte, dass ich weder sitzen noch stehen noch sonstwas konnte.

Erst als ich in Therapie gegangen ist, kam dies raus, dass es sich dabei um alte Schmerzen handelte, die der Körper nicht vergessen hatte.

Da ich jemand bin, der immer alles genau wissen möchte, habe ich mich im Netz auf die Suche begeben und dabei folgendes Buch gefunden.

Vieles kann man verstehen, wenn man es gelesen hat.


Fortschritte beim neuen Sandbild

In den letzten drei Tagen habe ich mal wieder an meinem aktuellem Projekt weiter gearbeitet.

Ich glaube jetzt kann man schon etwas besser erkennen wie es einmal aussehen soll.

Immer wieder entdecke ich neue Möglichkeiten mit dem Sand zu arbeiten und neue Mischverhältnisse entwickeln sich.

Es ist eine  Arbeit bei der man viel Zeit und Geduld haben muss, denn es können nur immer kleine Teilbereiche gemalt werden, denn der Sand muss erst richtig in den Kleber eintrocknen, sonst vermischt sich alles, wenn man den überschüssigen Sand dann entfernt und man muss zu viel Sand wegschmeißen.

Ich selber bin gespannt wie es aussehen wird, wenn es dann erstmal fertig ist, denn noch weiß ich nicht wie der Hintergrund aussehen wird. Diese Eingebungen habe ich wenn ich mir zwischendurch das Bild genauer anschaue.

Freitag, 28. Dezember 2012

Meine Innenwelt

Ich möchte versuchen meine Innenwelt ein wenig zu erklären.

Bei jeder Multiplen Persönlichkeit kann die Innenwelt anders aussehen.

Selber kannte ich meine Innenwelt lange Zeit nicht und wenn ich ehrlich bin, dann kenne ich sie auch heute noch nicht ganz.

Den ersten Schritt in diese Welt habe ich gemacht als mein Therapeut wollte das ich eine innere Konferenz abhalte.

Was ist das denn jetzt wieder? So eine Konferenz hält man bei einer Imaginationsübung ab. Mann stellt sich dann einen Raum oder Saal oder irgendetwas anderes vor. Hier soll es dann einen Tisch und viele Stühle geben und dann werden alle Persönlichkeiten, die an der Konferenz teilnehmen möchten eingeladen zu kommen. Das alles passiert nur in Gedanken.

Mein Therapeut führte mich also mit dieser Übung (sie wird meist mit geschlossenen Augen durchgeführt) eine Treppe hin unter und ich sollte ihm dann berichten was ich sehen kann. Ich sah eine Tür und wurde von meinem Therapeuten gebeten diese Tür zu öffnen. Zuerst nahm ich nur Schemenhaft einige dunkle Gestalten war und dann wurde das Bild deutlicher. Ich sah mich in einer unterirdischen Höhle und dann sehr viele Personen, Erwachsene und Kinder. Ich bekam einen riesen Schreck und öffnete die Augen, somit war ich wieder im Raum bei der Therapie.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es soo viele Andere geben würde. Ich hatte einfach nur riesige Angst davor was auf mich zu kommen würde.

In dieser Stunde haben wir dann nicht weiter gemacht.

Aber es gab danach noch einige Stunden in denen ich wieder herabstieg. Ich versuchte die Höhle zu erkunden und wagte mich weiter vor. An einer Stelle gibt es einen Ausgang, wenn man diesen Ausgang verlässt, dann geht man durch einen Wasserfall und dann gibt es da einen See und eine wunderschöne Landschaft. Als ich das erste Mal da war, da habe ich auch Kinder gesehen, die mir allerdings den Rücken zu drehten.

Einige Zeit später stellte sich dann heraus, dass es sich um ein Zwillingspärchen handelt, einen kleinen etwas 6 Jahre alten Jungen und ein Mädchen.

Mit dem Mädchen habe ich bisher noch keinen Kontakt gehabt, dafür aber mir dem kleinen Jungen. Dieser schickte mir sehr heftige Schmerzen, denn er wollte von mir wahrgenommen werden und ich sollte mich um ihn kümmern. Später malte der dann einige Bilder, die mir zeigen sollten, was er und das Mädchen alles erlebt hatten.

Ihr müsst verzeihen, aber diese Bilder werde ich hier nicht zeigen, denn außer meinem Therapeuten und einer Oberärztin in der Klinik hat sie noch keiner gesehen.

Die Ärztin hat sie auch nur gesehen, weil die Schmerzen immer heftiger wurden und es keine andere Möglichkeit gab, als den Jungen sprechen zu lassen. Diese Ärztin hatte den Mut dazu und gab mir den Raum und die Sicherheit der Klinik, denn es ist nie abzusehen, welche Reaktionen es bei solch einem Experiment geben wird. Dazu muss ich sagen, wenn solche Dinge getan werden, dann fühle ich alles was der kleine Junge damals gefühlt hat als wenn es in diesem Moment passiert. In mein Bewußtsein kommen dann alle die Grausamkeiten, der Schmerz und die riesige Angst. Ich kann es dann auch nicht mehr beiseite schieben und so tun als wenn es mir nicht passiert ist.

Doch wieder zurück zu meiner Innenwelt. Nach einiger Zeit brauchte ich meinen Therapeuten nicht mehr dafür um hinab zu steigen, die Bilder kamen von selber, entweder wenn ich total entspannt war, wie z.B. in der Badewanne oder in Form von Träumen.

So ist auch das Drachenbild entstanden, denn es wurde mir gezeigt oder das Bild von der Insel und dem Boot.

Es wird sicherlich noch öfter notwendig sein zusammen mit einem Therapeuten dort hin zu gehen, aber leider habe ich seit einigen Monaten keinen Therapeuten mehr. Mein letzter Therapeut hat sich selbständig gemacht, leider zu weit von mir entfernt und einen neuen habe ich noch nicht gefunden, denn die wenigsten haben den Mut mit Menschen wie mir zu arbeiten.

Vielleicht hat der Eine oder Andere jetzt ein wenig verstanden, wie es in mir aussieht. Es ist ja nur ein kleiner Teilausschnitt aus diesem Thema.


Donnerstag, 27. Dezember 2012

Buchempfehlung

Dieses Buch zieht einen bereits auf den ersten Seiten in den Bann, es schildert das Leben mit einer Dissoziativen Identitätsstörung (Multiple Persönlichkeitsstörung). Es wird zwar ein wenig übertrieben dargestellt, kommt der Realität aber doch sehr nahe. Selbst ich als Betroffene konnte dadurch meine Innenwelt besser verstehen.

Für Alle die ein wenig besser verstehen möchten, ist dieses Buch nur zu empfehlen.

Es ist aber auch zu bedenken, dass es sich um einen Roman handelt.

Der Schmerz des Kindes

Dieses Gedicht ist für alle Kinder die großen Schmerz erleiden mussten






Der Schmerz des Kindes

Schmerz tief in mir, das kleine Kind, das mir seinen Schmerz entgegenschleudert,erinnere Dich Große!!!

War es nicht immer schon so? Bin nicht auch ich immer wieder zurückgestoßen worden!

Du hast es verdrängt!!!!

Stell Dich der Erinnerung, los erinnere Dich!

Nimm mich wahr, stelle mich nicht in eine Ecke, sowie Du es die ganze Zeit getan hast.

Los, hohl mich heraus, nimm meinen Schmerz an, er ist vielleicht noch größer, als der den Du jetzt verspürst.

Nimm mich in den Arm, gib mir die Liebe, die ich nie bekommen habe, nach der ich geschrien habe.

Nimm mich in den Arm, halt mich ganz fest, zusammen können wir es schaffen.

Stell Dich dem Schmerz!

Weine endlich die Tränen, die ich verlernt habe zu vergießen.

Weine für MICH,

Weine für Dich,

lass endlich die Gefühle zu!


14.07.2004
(C) Survivor

 




Sonntag, 23. Dezember 2012

Die Hochzeit

Jetzt berichte ein wenig darüber wie die Hochzeit von statten gegangen ist.

Die erste Überraschung kam als ich aufgewacht war (der Wecker klingelte um 7:00 Uhr, nach 3 Stunden Schlaf, es ist nicht gerade einfach die innere Meute ruhig zu bekommen, wenn so ein aufregender Termin statt findet), die Jalousie hochgezogen hatte und es ordentlich schneite.

Was jetzt, damit hatte ich nicht gerechnet, müssen wir jetzt früher los oder nicht. Fahren wir mit dem Linienbus wie vorgehabt oder doch mit einem Taxi.

Aber diese Entscheidung wurde erstmal vertagt. Wichtigere Dinge hatten vorrang. Erstmal mal die Überraschung, dass mein Sohn als erster ins Bad ging und dort scheinbar endlos brauchte. Dann meldete mein zukünftiger Mann das Bedürfnis an, als nächstes ins Bad zu gehen. (Er war liebevoller Weise schon gleich nach dem Aufstehen zum Bäcker gegangen und hatte was fürs Frühstück geholt)

Ich dachte nur, nein ich möchte erst ins Bad, denn ich kenne ja meinen zukünftigen Mann, erstmal ausgiebig duschen mit Haarewaschen und so weiter. Mann braucht eben länger als Frau die immer nur ganz kurz im Bad ist. Also um den Vorzug gebeten, erst ins Bad zu gehen.

Dieser Vorzug wurde mir dann auch gewährt.

Danach musste ich dann noch endgültig entscheiden, was ich denn zur Trauung anziehen wollte. Ich hatte es immer zu vor mich hergeschoben, denn meine anderen Persönlichkeiten hatte alle eine eigene Meinung dazu. Im Endeffekt konnte ich mich dann aber durchsetzen und habe das angezogen, was ich wollte.

Zwischenzeitlich war mein zukünftiger Ehemann dann auch mit dem Badezimmeraufenthalt fertig und die Uhr zweigte auf 9:00 Uhr. Abgesprochen war, dass wir uns mit einem ältesten Sohn, seiner Lebensgefährtin und meinen beiden Enkelsöhnen um 9:35 Uhr an der Bushaltestelle treffen wollten. Dieses wurde dann aber telefonisch vom meinem Sohn verworfen, er meinte sie schaffen es nicht pünktlich und würden mit dem Taxi fahren.

Wir saßen noch am Frühstückstisch und tranken Kaffee, da fiel dann auch von uns die Entscheidung selber auch mit dem Taxi zu fahren. Da es immer noch schneite, haben wir dann unser Taxi für 9:40 Uhr bestellt, denn wir wollten ja zu unserer eigenen Trauung die um 10:30 Uhr stattfinden sollte nicht zu spät kommen.

Im Endeffekt waren wir dann viel zu früh beim Standesamt. Die Familie meines ältesten Sohnes war auch schon da, also haben wir erstmal in Ruhe eine geraucht und auf die Familie meiner Tochter gewartet.

Zwei mal kam ein Mann vor die Tür des Standesamtes und ich dachte dies sei ein Gast von der Trauung die vor uns sein sollte. Es war aber der Standesbeamte und der fragte meinen zukünftigen Mann, ob wir die nächste Trauung wären, denn das Brautpaar der Trauung die um 10:00 Uhr stattfinden sollte wäre noch nicht da und ob wir denn flexibel genug wären um unsere Trauung schön früher stattfinden zu lassen.

Damit hatten wir kein Problem, denn in den nächsten Minuten kam dann auch meine Tochter mit ihrer kleinen Familie und einem wunderschönen Brautstrauß.

Wir also rein ins Standesamt und dort wurde dann kurzer Hand alles wieder rausgebracht, was das verspätete Brautpaar erwarten sollte. Da waren schon Notenständer für Musiker und so aufgebaut.
Also alles raus und wir dann rein.

War schon ein komisches Gefühl, da wieder auf den gleichen Stühlen zu sitzen wie Jahre vorher. Auch hatte die Gäste des anderen Brautpaares vergessen die Ringe mitzunehmen. Die lagen direkt vor uns, da wir aber keine Ringe haben wollten, denn wir brauchen diese Symbole nicht.

Der Standesbeamte erklärte uns, dass es für ihn eine Premiere wäre, er hätte noch nie ein Brautpaar getraut, dass zum zweiten Male heiratet.

Es war eine sehr lockere Stimmung und es wurde viel gelacht, wozu auch die 3 kleinen Kinder beitrugen.

Feierlich wurde es dann erst als der Standesbeamte seinen vorbereiteten Text vortrug (hieran kann ich mich erinnern und das er einen Text von Platon vortrug, aber an den Text selber habe ich keine Erinnerung, da innen bei mir viel los war und jede Persönlichkeit einen Blick nach draußen werfen wollte um alles mit zu bekommen. Das ist leider so und mir persönlich tut es auch sehr Leid, denn ich hätte gerne alles mitbekommen). Aber den Hochzeitskuss habe ich selber bekommen.

Nach der Trauung hatten wir dann ein kleines Problem, denn wir waren ja jetzt viel zu früh verheiratet und der Tisch im Lokal war ja für später bestellt.

Nach einigem hin und her haben wir uns dann aber doch entschlossen, schon zum Lokal zugehen denn draußen war es ziemlich kalt und wir wollten ja auch kein großes drum her herum.

Es war auch kein großes Problem, denn die Tische waren schon zusammen gestellt, wenn auch der Tisch nicht eingedeckt war, aber da wir ja sowieso jeder das bestellen konnten was wir wollten, denn mit einem Menü hätten wir Schwierigkeiten bekommen alle unter einen Hut zu bringen.

Das Essen hat prima geschmeckt und alle waren zu Frieden. Für den kleinsten war es zwar ein wenig lange, er wurde zum Ende schon ein wenig quengelig weil er müde war, aber dass war ein kleines Problem.

Nach dem Essen sind auch alle Familien wieder zu sich nach hause gefahren, denn mein Mann und ich wollten den Tag in aller Ruhe genießen und das ist uns auch gelungen.

Es war die Hochzeit so wie wir es eigentlich schon beim ersten Mal haben wollten, was damals aber nicht ging, denn meine Familie machte uns damals einen Strich durch die Rechnung. Sie wollten alle dabei sein. Also wurde es damals eine große Feier, umso schöner, dass es diesmal voll und ganz unseren Vorstellungen entsprach.

Freitag, 21. Dezember 2012

Morgen wird geheiratet

Ja wenn die Welt heute nicht untergeht, dann wird morgen geheiratet. Ich heirate meinen Exmann noch einmal. Wieso? Weil das Band zwischen uns nie zerrissen ist.

Doch zum Anfang. Als wir das erste Mal verheiratet waren, habe ich geschwiegen. Ich habe über meine Vergangenheit geschwiegen und so konnte es einfach nichts werden. Ich hatte damals noch nicht den Mut etwas wegen des Missbrauchs an mir zu sagen. Ich habe es selber völlig an die Seite gedrängt, denn es ging mir meistens gut. Auch war mir noch garnicht bekannt, dass ich mehrere Persönlichkeiten habe, ich war eben ein wenig anders als andere. Das machte mich auch bei den meisten Männern interessant.

Ich habe aus Liebe geheiratet und ich werde es wieder aus Liebe tun.

Da ich nichts gesagt hatte, hat mein Mann mich getriggert ohne es zu wissen. Wie denn auch, er hatte ja keine Ahnung das Missbrauchsopfer anders ticken.

Ich selber wusste ja nicht, warum ich in besonderen Situationen so heftig reagierte.

Nach drei Jahren war die Ehe dann zerbrochen. Einerseits weil ich eben anders tickte, andererseits weil mein Mann einfach nicht sesshaft werden konnte. Es zog ihn der Arbeit wegen weiter in die Welt. Nein er ging nicht ins Ausland sondern auf eine Insel hier in Deutschland. Ich wollte nicht mitgehen, denn ich hatte drei Kinder aus erster Ehe und wollte nicht das sie in ein Internat gehen mussten.

Also ließen wir uns in aller Freundschaft scheiden und jeder ging seine Wege.

Nach einigen Monaten habe ich ihn dann auf der Insel besucht und natürlich war die Anziehungskraft weiterhin sehr groß.Auf den ersten Besuch folgte dann noch ein zweiter. Aber keiner von uns war bereit irgendetwas zu ändern. Dann war einige Jahre Funkstille, bis mein Exmann sich wieder per Mail bei mir meldete, er war nicht mehr auf der Insel sondern weiter gezogen.Jetzt war er in der Nähe von Passau gelandet.

Wieder habe ich ihn besucht, wieder war es zweimal und wieder war die Anziehungskraft noch da. Aber auch diesmal kamen wir nicht überein und jeder lebte sein Leben weiter.

Auch hier vergingen wieder einige Jahre bis ich von ihm hörte.

Er wechselte die Orte an denen er arbeitet noch 2 oder 3 Mal, so genau weiß mich es nicht mehr.

Dann vor 4 Jahren kam wieder eine Mail von ihm. Wir schrieben einige Male miteinander und dann ging es übers Telefon weiter. Diesmal kam er dann zu Besuch. Er kam zu meiner Arbeitsstelle und da stand er und sah schüchtern zu mir rüber und genau in diesem Moment hat es mächtig zwischen uns gefunkt.

Inzwischen waren 13 Jahre vergangen seit unserer Scheidung.

Das Band zwischen uns wurde wieder fester und nach einigen Monaten kam er dann zu mir und zog bei mir ein. Wir leben jetzt fast 4 Jahre wieder zusammen und Morgen werden wir es zum zweiten Mal wagen.

Wir haben alles ausgesprochen was zwischen uns war und er weiß was mir passiert ist und auch ich weiß, dass er einiges erlebt hat, was ihn dazu bewog immer von einem Ort zum Anderen zu wandern. Immer Ruhelos zu sein.

Jetzt arbeiten wir viel bewusster an unserer Beziehung und ich denke, da wir reifer und leider auch älter geworden sind, wird es diesmal für immer sein.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Eine ereignisreiche Woche

Nach über einer Woche Krach und Unruhe, zieht jetzt wieder Frieden ein. Unser Badezimmer musste neu gefliest werden.
Für mich war es sehr sehr anstrengend, denn ich war nicht mehr allein in meiner Wohnung, ein Fremder war hier. Es spielt auch keine Rolle das der Handwerker sympathisch war und ordentlich gearbeitet hat. Für mich heißt das, bevor der Handwerker kommt, Medikamente nehmen, damit ich es überhaupt ertrage. Es gibt dann innerlich immer sehr viel Unruhe, viele Persönlichkeiten haben Angst, vor allem vor fremden Männern. Da kann es sehr schnell passieren, das nicht mehr unterschieden werden kann, was Realität und was Vergangenheit ist.

Aber nicht nur ich hatte Unruhe, sondern auch die Katzen. Da ist es doch gut, wenn irgendwo ein Korb mit Wäsche steht, indem man sich dann rein kuscheln kann.










Oder ich mal ein etwas längeres Schläfchen im Bett meiner Menschenfrau. Ärgerlich nur, wenn man dann durch so ein blödes Blitzlicht geweckt wird.









Und dann haben wir hier noch das Ergebnis der Woche,  
 mal wieder ein Pullover für das Strickkind. Irgendwie musste ich mich ja die Woche über beschäftigen und man sieht ja, dass sich da jemand freut.











Dienstag, 18. Dezember 2012

Vergewaltigt nach KO-Tropfen

In letzter Zeit gibt es leider immer mehr Meldungen, das Frauen aber auch Männer mit KO-Tropfen betäubt und dann vergewaltigt werden.

Meiner Meinung nach findet zu wenig Aufklärung darüber statt, ich fände es einen wichtigen Bestandteil im Lehrplan an den Schulen zwecks Prävention.

Hier möchte ich ein wenig mithelfen und auflisten, was zu tun ist wenn der Verdacht auf KO-Tropfen und anschließender Vergewaltigung aufkeimt.

 Beweissicherung: Was du tun kannst


•K.O.-Tropfen lassen sich im Körper nur kurz nachweisen. Schnelles Handeln ist gefragt, wenn du Klarheit haben möchtest und einen Beweis für eine Anzeige benötigst.

•Ein Nachweis ist im Blut und Urin bis etwas 12 Stunden nach Einnahme möglich. Um diese Spuren zu sichern, kannst du

•Zur Polizei gehen. Diese ordnen die Beweissicherung an, wenn sie den Verdacht für begründet halten.

•In die Notaufnahme gehen und das Personal dort über deinen Verdacht informieren. Das Krankenhaus ist jedoch nicht verpflichtet, Blut- und Urinproben zu entnehmen. Möglicherweise werden die Beweise auch nicht Gerichtverwertbar gesichert.

•Zu einem späteren Zeitpunkt gibt es noch die Möglichkeit über eine aufwändige Haaranalyse den Nachweis von K.O.-Tropfen anzutreten. Dies kann von der Staatsanwaltschaft angeordnet werden. Ansonsten musst du sie auch aus eigener Tasche bezahlen.

Beweissicherung nach sexuellen Übergriffen

•Vor einer ärztlichen Untersuchung solltest du dich – auch wenn es eklig und unangenehm ist – nicht waschen oder duschen, damit keine Beweise vernichtet werden. Wenn du auf Toilette musst, bevor du dich untersuchen lassen kannst, bewahre den Urin in einem sauberen, verschlossenen Gefäß und gut gekühlt auf.

•Kleidung und Wäsche, mit denen der Täter in Berührung gekommen ist, dürfen nicht gewaschen werden, damit DNA-Nachweise und andere Spuren nicht vernichtet werden. Auch kann zerrissene Kleidung ein Indiz dafür sein, dass eine Gewalttat verübt wurde und du nicht freiwillig Sex hattest. Daher diese Dinge gut aufbewahren (am besten in einer sauberen Papiertüte) und auf keinen Fall wegwerfen.

•Wenn du weißt oder vermutest, dass der Täter in deiner Wohnung war, dann lasse alles unverändert, damit dort mögliche Spuren gesichert werden können (z.B. Haare oder Fingerabdrücke).

•Ein Gedächtnisprotokoll von den Ereignissen, an die du dich noch erinnern kannst, kann für zukünftige Vernehmungen hilfreich sein. Auch mögliche Zeuginnen und Zeugen sollten ein Gedächtnisprotokoll verfassen.

Was bei der Polizei passiert

Wenn du Anzeige erstatten willst, musst du die Polizei einschalten. Dies ist nicht unbedingt einfach. Die Polizei wird dich befragen und versuchen sich ein eigenes Bild von den Ereignissen zu machen. Es können auch dich unangenehme Fragen gestellt werden, zum Beispiel zu deinem Drogen- oder Alkoholkonsum.


Für eine umfangreiche und Gerichtsverwertbare Beweissicherung ist es jedoch am Besten das die Polizei möglichst schnell informiert wird. Du kannst die 110 wählen, zur nächsten Polizeistation oder direkt zur Kriminalpolizei gehen. Wenn du direkt zur Kriminalpolizei (Abteilung Delikte am Menschen) gehst, ersparst du dir mehrfache Vernehmungen.


Wenn du bei der Polizei Anzeige erstattest, wird dich die Kriminalpolizei zur ärztlichen Untersuchung bringen. Wenn sich der Verdacht auf K.O.-Tropfen erhärtet, werden auch Blut- und Urinproben genommen. Körperliche Verletzungen werden dokumentiert. Auch mögliche DNA-Nachweise (Spermaspuren oder Schamhaare) werden als Beweise gesichert. Deshalb solltest du dich erst nach einer ärztlichen Untersuchung waschen oder duschen, auch wenn das zunächst eklig und unangenehm ist.


Deine Rechte bei der Polizei

•Gehe möglichst nicht alleine zur Polizei und beantrage, dass deine Begleitperson bei der Vernehmung dabei sein darf. Das ist allerdings nicht möglich, wenn deine Begleitung Zeuge oder Zeugin ist.

•Wenn du lieber von einer Frau vernommen werden möchtest, muss die Polizei versuchen, das möglich zu machen.

•Wenn die Vernehmung zu unangenehm wird, kannst du sie unterbrechen oder abbrechen. Du kannst deine Aussage später vervollständigen oder dich von einer anderen Beamtin vernehmen lassen. Du hast das Recht, eine Anwältin bei der Vernehmung dabei zu haben.

•Wenn seltsame Fragen gestellt werden, kannst du nachfragen, warum sie gestellt werden.

•Unterschreibe das Vernehmungsprotokoll nur, wenn es 100% deine Aussage wieder gibt. Lass alles, was nicht stimmt vor deiner Unterschrift verbessern.

•Wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist, hast du das Recht auf eine/n Übersetzer/in, auch das Protokoll muss vor deiner Unterschrift übersetzt werden.


Montag, 17. Dezember 2012

Handgestrickte Pullover

Hier sind 2 Pullover die ich fürs Strickkind gestrickt habe.

Dieser Streifen Pullover war mein erster Versuch Raglan von oben zu stricken. Sind noch einige kleine Fehler drin, aber kaum sichtbar und die Hauptsache meinem Kind gefällt er.














Und hier ein Kuschelpullover mit extra langen Armen, denn die liebt das Strickkind besonders

Samstag, 15. Dezember 2012

Hier ist eins meiner Lieblingsbilder zu sehen. Habe da eine Menge Arbeit und Gefühl reingesteckt.

Freitag, 14. Dezember 2012

Handgestrickt

Da ich die letzten 4 Tage hier einen Handwerker hatte, ich bekomme ein neues Bad, bin ich mal wieder etwas intensiver zum stricken gekommen.

Erst ein Pullover für meinen Mann  














Für das Strickkind, das ja meine Tochter ist, habe ich auch einen dicken Pullover gestrickt, denn das Kind friert ja immer so doll.
Ich habe ihr damals das Stricken beigebracht und mittlerweile strickt sie ja besser Socken als ich, aber Pullover ist nicht so ihr Ding. Aber sie war es die mir einen Link mit einer Raglananleitung von oben geschickt hat. Ich hoffe ich kann ein Foto machen wenn sie mich besuchen kommt, denn sonst bekomme ich keine Tragebilder von ihr und das finde ich schade, denn es ist inzwischen schon Pullover Nr. 3 für sie.

Dann hat sich mein Sohn eine Mütze bestellt, die Wolle hat er sich selber zusammen gestellt und auch die Form der Mütze, denn er wollte unbedingt eine haben die er hochrollen kann.














Auf keinen Fall sollte sie so aussehen, wie die Mützen die das Strickkind anfertigt.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Antrag auf OEG update

So da schreibe ich mal was über den OEG-Antrag und dann geht der Ärger wieder von vorne los.

Heute einen Brief vom Versorgungsamt bekommen, nach 11 Monaten haben sie jetzt einen Gutachter benannt und es ist derselbe wie beim ersten Mal.
Dieser Gutachter erkennt für sich die Diagnose Dissoziative Identitätsstörung nicht an und hat mir beim ersten Mal die Diagnose Psychoreaktive Störung verpasst und nur auf 40% Schädigung festgelegt.

Und eben diesem Gutachter hat man die Stellung als Leiter einer Psychologischen Klinik gekündigt, weil er auch mit den Patienten dort unmöglich umgegangen ist.

Habe erstmal mit meinem Anwalt telefoniert weil ich diesen Gutachter ablehnen möchte. Auch mein Anwalt ist der Meinung dieser Gutachter sollte eigentlich aus dem Verkehr gezogen werden.

Bin dann vorhin zu meinem Anwalt gefahren und habe eine Vollmacht unterschrieben, dass er wieder für mich tätig sein kann.

Leider werde ich den Anwalt diesmal aus eigener Tasche bezahlen müssen, aber das ist es mir wert. Wenn nötig gehe ich bis vor Gericht um meine Rechte durch zu setzen.

Montag, 10. Dezember 2012

Persönlichkeitsanteile



Wie ich schon erzählt habe, spaltet  sich die Persönlichkeit unter besonderen Umständen in einzelne Persönlichkeiten.
Man sagt dazu auch dass ein System entsteht. Jede Person die an einer Dissoziativen Identitätsstörung leidet hat so ein System. Einige Teile sind fast in jedem System gleich, aber es gibt auch große Unterschiede.
Ich will mal versuchen, dass ein wenig zu erklären.
In vielen Systemen gibt es zum Beispiel eine Persönlichkeit, die fast jede Persönlichkeit kennt und auch die einzelnen Geschichten. Ist so eine Persönlichkeit vorhanden und es gelingt einem Therapeuten das diese Persönlichkeit ihm vertraut, dann kann er versuchen mit ihr zu arbeiten. So besteht die Möglichkeit eine Landkarte der vorhandenen Persönlichkeiten zu erstellen.
Wobei auch hier keine 100 prozentige Sicherheit vorhanden ist, dass wirklich alle Persönlichkeiten erkannt werden, denn in einigen Systemen gibt es innerhalb des System noch andere vorhandene Systeme, die aber so voneinander getrennt sind das es keine gemeinsame Kommunikation vorhanden ist.
In den meisten Fällen gibt es eine Persönlichkeit die fast die meiste Zeit agiert, in der Fachsprache wird sie meist als Host oder Gastgeberpersönlichkeit bezeichnet.
Ich selber mag weder die eine noch die andere Bezeichnung, denn ich bin der Meinung alle zusammen sind wir mein Ich.
Dann gibt es in fast jedem System die Wächterpersönlichkeit, das kann eine Person sein oder auch mehrere. Was ist eine Wächterpersönlichkeit? Diese Person hat nur die eine Aufgabe, das System vor Gefahren zu beschützen.  Hierzu ein Beispiel:  Ich bin in der Stadt oder sonst wo unterwegs und dann gibt es mit einmal einen Geruch der vorbeizieht und der mich geradewegs in die Vergangenheit katapultiert ( man nennt das getriggert werden) , der Wächter erkennt die Gefahr, dass ich mich völlig verliere und kommt sofort heraus und übernimmt die Aufgabe uns sicher nach Hause zu bringen.  Ich kann mich nur an die Zeit bevor dieser Geruch vorübergezogen ist erinnern, alles andere ist mir nicht zugänglich, ich weiß nicht wie ich nach Hause gekommen bin. Meine Erinnerung setzt erst wieder ein, wenn sich die Wächterpersönlichkeit wieder zurückzieht.
Auch gibt es kindliche Anteile, die können ganz klein sein aber auch im Teenager Alter. Diese Anteile sind meistens völlig in der Zeit eingefroren in der sie entstanden sind und nicht älter geworden. Dies können Jungen und Mädchen sein.
Ich habe diese kindlichen Anteile gut unter Kontrolle, sie können nicht einfach raus purzeln und mich in unangenehme Situationen bringen. Es ist eine sehr schwierige Aufgabe das Vertrauen dieser Anteile zu gewinnen, denn sie kennen nur sehr große Angst. Dafür ist ziemlich viel Zeit erforderlich, denn sie brauchen viel Zuwendung und auch Außerzeit. Das ist auch wieder so ein Begriff, den Außenstehende meist nicht gleich verstehen. Auch hier ein kleines Beispiel: 
Außenzeit ist die Zeit in der die Kinder sich zeigen dürfen. Dies passiert bei mir zu Hause. Sie dürfen zu Zeiten die ich vorher festgelegt habe raus und spielen oder malen. Dafür habe ich hier Spielzeug und Malbücher.
Manchmal passiert es mir aber dass sie einfach raus kommen, das ist dann wenn meine Enkelkinder hier sind und sie dann mit ihnen spielen wollen. Man muss sich das so vorstellen, dass die Oma dann mit ihnen durch die Wohnung tanzt oder Rumtobt oder einfach jeden Blödsinn mitmacht. Kinder können damit prima umgehen, denn sie freuen sich einfach. Solche Momente kennt meine Schwiegertochter inzwischen ganz gut und sie kann auch sehr gut damit umgehen.
Die schwierigeren  Persönlichkeitsanteile sind die täterloyalen Anteile. Wobei es hier auch wieder Unterschiede gibt. Es gibt Anteile die haben die Eigenheiten des oder der Täter angenommen. Ich habe auch so einen Anteil, der hat die Dominanz meiner Mutter angenommen und wenn dieser Anteil tätig ist, dann hat mein Mann es nicht leicht. Dieser Anteil kennt die kleinen Schwächen meines Mannes ganz genau und setzt dieses Wissen auch sehr gezielt ein. Dann wird mein Mann regelrecht zusammen gefaltet.
Es gibt aber auch Persönlichkeitsanteile die gezielt von den Tätern erzeugt worden sind und die dann alles das tun, was die Täter von ihnen verlangen.
Hierzu möchte ich keine weiteren Erklärungen und Beispiele abgeben, ich hoffe ihr werdet das verstehen.
Auch werde ich keine weiteren Persönlichkeitsanteile nennen, denn ich möchte die Anzahl meiner Persönlichkeitsanteile für mich behalten.

Neue Bild aus Sand entsteht

Probiere wieder ein neues Sandbild .
Wie zu sehen ist soll es diesmal eine Iris werden. Dadurch das ich die Schatzkisten gemalt habe ist es erstmal eine Weile liegengeblieben, aber jetzt geht es weiter.

Als erstes habe ich die Vorlage auf die Leinwand übertragen, ich mache das immer mit Graphitpapier, da sind die Linien dann leicht grau und verschwinden dann wenn das Bild fertiggestellt wird.

Man sollte Dekosand in der Körnergröße 2mm nehmen, dann deckt es besser.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Antrag auf OEG letzter Teil



Dadurch dass mein Anwalt darauf hingewiesen hatte, dass zunächst mein Krankheitsbild fest zu stellen sei, bekam ich dann die Nachricht dass ein Gutachter bestellt worden war und mir ein Termin mitgeteilt werden würde.
Als ich den Namen des  Gutachters hatte, da fragte ich meinen Therapeuten ob er den vielleicht kennen würde. Was dieser bejahte und mir gleich darauf mitteilte, dass dieser Gutachter  die Diagnose Dissoziative Identitätstörung aber ablehnen würde.
Mit sehr gemischten Gefühlen fuhr ich dann zu der Klinik die dieser Gutachter leitet. Ich hatte mal wieder keine Ahnung was auf mich zukommen werden würde.
Das erste was ich auf dem Schreibtisch des Gutachters sah, war meine Akte vom Versorgungsamt die alles andere als dünn war.
Was mit am deutlichsten in Erinnerung an dieses Gutachten geblieben ist, ist die Tatsache, dass dieser Gutachter überhaupt nicht damit klarkam, dass ich keinen Betreuer hatte und auch alle meine finanziellen Dinge selber regeln konnte, ich hatte noch nicht einmal Schulden.
Immer wieder fragte er nach, ich dachte bei mir, wieso muss ich Probleme bei solchen Dingen haben.
Kurz und knapp, er hat dann folgende Diagnose gestellt: Psychoreaktive Störung
Dies erfuhr ich aber erst als dann endlich nach 4 Jahren der positive Bescheid vom Versorgungsamt kam.
Ich hätte gegen diese Diagnose Einspruch einlegen können, aber ich hatte keine Kraft mehr. Außerdem stand in dem Bescheid, dass ich nach 4 Jahren einer erneuten Begutachtung unterzogen werden sollte und darauf wollte ich es ankommen lassen.
Im Januar dieses Jahres kam dann auch ein Schreiben vom Versorgungsamt, in dem ich alle Behandler und Klinikaufenthalte angeben sollte. Dies habe ich auch getan, aber bis heute habe ich noch keine weitere Nachricht erhalten.
Dadurch das ich einen Anwalt eingeschaltet hatte, bin ich auch in den Besitz der beiden Gutachten gelangt und ich muss sagen es ist heftig was darin so alles über einen steht.
Noch zu Ergänzung, das Glaubwürdigkeitsgutachten ist trotz dass ich es abgebrochen habe zu meinen Gunsten ausgefallen.
Mein Fazit aus dem Ganzen, mit dem heutigen Wissen was da alles auf einen niederprasselt würde ich so ein Verfahren nicht noch einmal anstreben.
Da ich aber recht naiv an die Sache rangegangen bin und mein Gerechtigkeitssinn so ausgeprägt ist, habe ich alles durchstehen können.

Dennoch jedes Gewaltopfer hat ein Anrecht auf eine Opferentschädigungsrente. 

Ist eine Anzeige erstellt worden ist es egal ob das Verfahren wegen Verjährung eingestellt worden ist, man hat wie man bei mir sieht eine Chance es durch zu bekommen.
Gibt es eine Verurteilung des oder der Täter, dann ist das Verfahren einfacher. Man sollte jedoch beachten, dass das Versorgungsamt an den Täter herantritt und sich das Geld wieder zu holen.

Geborgenheit

Meine Art das Gefühl von Geborgenheit darzustellen. Mir hat sie immer gefehlt, von Menschen habe ich sie nicht bekommen, als Kind schon garnicht.
Die Sehnsucht danach wird mich wohl mein ganzes Leben begleiten.
Dies ist auch mein erster Versuch gewesen einen Menschen zu malen und ich glaube es ist ganz gut gelungen.

Freitag, 7. Dezember 2012

Antrag auf OEG zweiter Teil

Es hat einige Anfragen gegeben warum ich Anzeige erstattet habe und wen ich angezeigt habe.
Dazu folgendes, ich wurde als Kind sexuell missbraucht und zwar auf das übelste. Einen Täter habe ich angezeigt und automatisch meine Mutter mit, weil sie darin verwickelt war.
Wer mehr drüber erfahren möchte, der kann sich gerne meine Homepage ansehen.
Auf der Homepage ist ein kleiner Teil meiner Geschichte zu lesen und auch viel über das Thema sexueller Missbrauch.

Doch nun weiter zum Thema OEG-Antrag.

Nachdem der Ablehnungsbescheid kam, bin ich dann zu meinem Anwalt um Widerspruch einzulegen, dazu hatte ich 1 Woche Zeit. Mein Anwalt hat mir vom Widerspruch abgeraten, aber ich habe ihn trotzdem einlegen lassen, denn mein Rechtsempfinden ist sehr stark ausgeprägt und wenn mir etwas zusteht, dann möchte ich das auch haben.
Dadurch das das Verfahren ja über den Anwalt lief, konnte er Akteneinsicht verlangen, dass ist sonst sehr schwierig wenn man alleine ist.
Es dauerte etwas über einen Monat bis die Akten meinem Rechtsanwalt vorlagen, der schrieb mir dann, ob er mich mit dem Inhalt bekannt machen kann oder ob ich mich gesondert darauf vorbereiten will.
Ich machte einen Termin bei ihm aus und dann hat er mir die Kopien der Aussagen meiner 3 Schwestern überreicht. Ich habe sie nicht gleich dort gelesen, sondern erst zu Hause und im Nachhinein war das auch sehr klug von mir, denn was ich da zu lesen bekam haute mich regelrecht vom Hocker.
Einfügen muss ich noch, dass ich den Kontakt zu meinen Schwestern einige Zeit nach der Anzeige abgebrochen habe, denn sie wollten nicht wahrhaben was mir passiert ist. Sie sind mir dort schon in den Rücken gefallen und haben sich auf die Seite meiner Mutter gestellt.
Da meine Schwestern nicht wussten das sich einen Anwalt beauftragt hatte und weil denen vom Versorgungsamt mitgeteilt worden war, dass alles was sie aussagen vertraulich behandelt wird, habe sie ihre Ansichten und Meinungen unverblümt vorgetragen.
Es fällt mir immer noch sehr schwer darüber zu reden oder zu schreiben, geht doch sehr nahe.
Eine meiner Schwestern behauptete sogar, sie könne sich sehr gut vorstellen, dass ich das alles freiwillig gegen Geld getan hätte.
Meine Schwestern brachten Dinge aus meinem Leben in dieses Verfahren rein, die eigentlich überhaupt nichts damit zu tun hatten und auf die ich auch nicht besonders stolz bin. Ich war mit 27 Jahren Medikamentenabhängig und habe dadurch meine Wohnung sehr vernachlässigt, ja sie war sogar ziemlich verdreckt, denn ich brachte die Kraft nicht dafür auf. Nur meine Kinder habe ich nie vernachlässigt, sie waren es die mir immer wieder die Kraft zum weiterleben weggeben haben.
Also kurz gesagt, meine Schwestern haben mich völlig in den Dreck gezogen. Das hatte ich wirklich nicht erwartet. Ich hätte eher erwartet, dass sie sagen, sie können sich nicht an Detail erinnern, weil zwei meiner Schwestern jünger sind als ich und damals noch klein waren.
Aufgefallen war mir beim Lesen der Aussagen, dass viele der Aussagen Niederschriften von Telefonaten waren, die sie mit dem Bearbeiter geführt hatten.
Ich habe mich dann also hingesetzt und versucht die einzelnen Passagen der Aussagen zu widerlegen und ich muss sagen, ich habe sehr lange dafür gebraucht. Ich glaube es waren ungefähr 9 Seiten getipptes die dann den Weg zum Versorgungsamt fanden.
7 Monate vergingen ohne dass vom Versorgungsamt irgendeine Reaktion erfolgte, mein Anwalt hat denen dann eine Frist gesetzt und mit Untätigkeitsklage gedroht.
Die Antwort kam prompt. Da nach deren Ansicht nach Aktenlage keine Gewalttat nachgewiesen werden konnte und als Beweismittel nur meine Aussage zur Verfügung stand kam dann folgendes, ich zitiere:“Es soll nun versucht werden, die Erlebnisbezogenheit der Schilderung der Betroffenen durch ein aussagepsychologisches Gutachten zu klären. Bitte teilen sie mir mit, ob ihre Mandantin zu einer Begutachtung bereit ist.“
Also ein Glaubwürdigkeitsgutachten, hierzu werde ich später ein eigenes Thema aufmachen.
Mir blieb keine Wahl ich musste mich damit einverstanden erklären.
2 Monate später kam dann die Nachricht, dass das Versorgungsamt eine Gutachterin bestellt hatte und diese wollte dann zu mir nach Hause kommen.
Ich bin mal wieder aus allen Wolken gefallen, erstens eine Frau obwohl ich darum gebeten hatte einen männlichen Gutachter zu bekommen und dann sollte das Treffen auch noch bei mir zu Hause stattfinden. Das war völlig unmöglich, denn ich kann keine fremden Menschen in meine Wohnung lassen, denn dies ist mein sicherer Ort.
Also habe ich mich direkt an die Gutachterin gewandt und ihr meine Bedenken mitgeteilt, diese war dann damit einverstanden dass der Termin in ihrer Praxis stattfand.
Leider blieb es nicht bei dem einen Termin es wurden 6, wobei  der letzte Termin in der Psychiatrischen Klinik hier stattfand, da ich mich mehr in der Lage sah, dies alleine zu bewältigen. Die Gutachterin verlangte von mir den Missbrauch in allen Einzelheiten wiederzugeben. Da es ihr beim 6. Termin immer noch nicht genug war, habe ich mich dazu entschlossen nicht mehr weiter zu machen und das Gutachten abzubrechen, denn ich war am Ende meiner Kraft angelangt.
Ich habe dies meinem Anwalt mitgeteilt und der hat dann in seinem Schreiben Bezug auf ein Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen Bremen vom 27. April 2006 hingewiesen. Wörtliches Zitat aus dem Schreiben:
„Aus diesem Urteil ergibt sich für Fälle wie diesen, dass eine Glaubwürdigkeitsbegutachtung in dem Sinne, wie sie häufig in diesen Verfahren durchgeführt wird, nicht erforderlich ist.
Vielmehr ist auch sehr genau, neben der Beschreibung von Taten, auf das Krankheitsbild abzustellen und eine deutlich großzügige Vorname bei der Beurteilung der Angaben zu Tathergängen von lange zurückliegenden Zeiträumen vorzunehmen.“
Außerdem hat mein Anwalt darauf hingewiesen, dass zunächst mein Krankheitsbild fest zu stellen sei.

Fortsetzung folgt……