Donnerstag, 31. Januar 2013

Es gibt keine Zwei-Jahres-Frist in der Psychotherapie!!!!

 Immer wieder kommt das Thema 2 Jahres Frist in der Psychotherapie auf. 
 Es gibt diese Frist nicht, leider wissen aber viele Therapeuten nichts davon. Deshalb hier mal ein Artikel aus einem Ärzteblatt:

 


Aus dem bvvp-Newsletter Ausgabe Nr. 01/07, 16.01.07

Zweijahresfrist für psychotherapeutische Behandlung?

Zuletzt in der PP-Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes ging es um die sogenannte 2-Jahresfrist und eine "Richtigstellung" durch Benedikt Waldherr, Vorstandsmitglied des bvvp-Bayern. Karl Seipel, vhvp-Mitglied und KV-Gutachter ließ auch uns folgende Richtigstellung der Richtigstellung zukommen:

Es gibt keine Zwei-Jahres-Frist in der Psychotherapie, die eine
Behandlungspause in dieser Zeit erforderlich machen würde, wie so viele
Kollegen leider immer wieder glauben.

Der Satz auf dem Formblatt PTV 2 ist zugegebenermaßen etwas irreführend. In den gesamten Psychotherapie-Vereinbarungen gibt es nur eine Passage, die sich auf einen Zwei-Jahres-Zeitraum bezieht. Damit ist gemeint, dass nach Durchführung einer Therapie auch eine Kurzzeittherapie gutachterpflichtig ist, selbst dann, wenn der Therapeut von der Gutachterpflicht befreit ist, "es sei denn, dass zwischen dem Abschluss der Therapie und dem Zeitpunkt der Antragstellung ein Zeitraum von mehr als 2 Jahren liegt" (PT-V: Teil C § 11
(4)). Erst nach zwei Jahren ist also eine erneute Kurzzeittherapie ggf. wieder von der Gutachterpflicht befreit.


Das bedeutet, dass bei Vorliegen einer entsprechenden Indikation selbstverständlich innerhalb dieses Zwei-Jahres-Zeitraumes eine weitere, auf jeden Fall gutachterpflichtige Kostenübernahme für Kurzzeittherapie oder auch für eine Langzeittherapie beantragt werden kann.

Quelle: Karl Seipel, Meinhard Korte, vhvp-Rundbrief, Dez. 06

Das bedeutet, dass bei Auslaufen der Höchstzahl der Therapieeinheiten zwar keine Verlängerung mehr gewährt wird, da das Stundenkontingent erschöpft ist und somit tatsächlich die Weiterbewilligung der Therapie abgelehnt wird.
Und jetzt kommt das große ABER:
Aber wenn nach dem Auslaufen der Therapie ein NEUANTRAG gestellt wird, wird diesem stattgegeben, wenn die entsprechende Indikation (sprich Therapiebedürftigkeit) weiter gegeben ist.

Wenn deine Therapeutin also bereit ist, jetzt einen Neuantrag zu stellen, wird dem vermutlich stattgegeben. Ein Neuantrag kann jederzeit gestellt werden, wenn die Indikation dazu vorhanden ist, auch wenn das Stundenkontingent grade erst ausgelaufen ist. Wichtig dabei ist halt, dass es sich tatsächlich um einen NEUantrag handelt.


Vielleicht hilft es ja dem einem oder anderen der dies liest. Gerne kann der Text hier ausgedruckt und mit zum Therapeuten genommen werden.


Sollte dies alles nichts helfen, dann gibt es noch die Institutsambulanzen der Kliniken. Die rechnen dort nicht nach Stunden ab sondern nach behandelten Patienten.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Nähkästchen fertig

Nun ist auch dieses Projekt fertig.

Hier ist jetzt die Rose auf der linken Vorderseite zu sehen.









So sieht es von vorne aus.











Und hier einmal die ganze Ansicht.
Fertig lackiert ist es auch schon und jetzt braucht es nur noch vom Strickkind abgeholt werden.

Ich hoffe sie wird viel Freude daran haben.

Es ist wirklich nicht so schwer so ein Kästchen zu bemalen, man braucht nur eine Vorlage, Graphitpapier zum übertragen, Acrylfarben und zum Lackieren nehme ich Serviettenkleber, denn da ist der Lack schon drin und es riecht nicht so unangenehm nach Farbe.

Sonntag, 27. Januar 2013

Individuellles Nähkästchen entsteht

Dieses Projekt habe ich schon vor einiger Zeit angefangen. Eigentlich sollte es zu Weihnachten fertig sein und ein Geschenk fürs Strickkind werden.

Dann kam aber die Idee für die Schatzkisten der Kinder und die hatten dann erstmal Vorrang.

Hier ist das Nähkästchen zu sehen, der Rohling.









Zum üben habe ich einfach das herausnehmbare Teil mit den kleinen Kästchen genommen und die Rückseite bemalt. Ich musste erstmal herausfinden, ob ich die Motive die mir so vorschwebten auch wirklich so hinbekomme, wie ich es gerne wollte. Mit dem Ergebnis war ich dann auch zufrieden.






Mutiger geworden habe ich dann dieses Motiv erstmal auf den Deckel übertragen und vorsichtig angefangen zu malen. Alles wird wieder mit Acrylfarbe bemalt.









Wie man hier schon sehen kann, wirkt es garnicht schlecht.











Hier mal ein Bild auf dem die Rückseite des Einsatzes zu sehen ist und auch der Deckel des Kästchens.










Hier kann man schon erkennen, dass der Deckel fertig ist und auch schon ein Seitenmotiv.











Hier das Seitenmotiv einmal in groß. Jetzt kommt das gleiche  Motiv noch auf die andere Seite und dann werden vielleicht noch einige Kleinigkeiten verändert.

Danach wird dann das Kästchen überlackiert und der neue Besitzer kann es dann in Empfang nehmen und sich darüber freuen.

Selbstverletzendes Verhalten, SVV

Bei vielen psychischen Erkrankungen gibt es das Phänomen der Selbstverletzung. Es gibt viele verschiedene Arten davon.
Ich selber kenne einige davon, wobei es bei mir meist so ist, dass ich nicht selber es bin die meinem Körper Verletzungen zufügt, sondern es sind verschiedene Persönlichkeitsanteile.

Hört sich im ersten Moment blöd an, so als wäre es nur eine Ausrede, aber es ist leider die Wirklichkeit. Wenn so was passiert, dann habe ich keine Möglichkeit ein zu greifen.

Wie ich ja schon erzählt habe, gibt es eigentlich jeden Tag Stunden an denen ich nicht weiß, was ich in der Zeit gemacht habe.

Nun ist es so, dass ich also einen völligen Blackout habe und dann wenn ich wieder da bin, hab ich den Salat.

Vor vielen Jahren schon, als ich selber noch nicht wusste das ich Viele bin, da kam es schon zu Verletzungen, die aber nicht ganz so schlimm waren und die ich auch garnicht als Selbstverletzung empfunden habe.

Damals musste ich mir noch ein Zimmer mit meiner Tochter teilen, und die kann ein Lied davon singen. Meistens ist es in der Nacht passiert, ich habe im Schlaf angefangen mich zu kratzen und das ziemlich heftig, so dass meine Tochter davon aufgewacht ist. Es sah sehr hässlich aus, denn die Stellen konnten garnicht richtig verheilen. In dieser Zeit habe ich angefangen auch Nachts ein Unterhemd zu tragen, damit ich nicht sofort die Haut verletze.

Jetzt kommt bestimmt der Einwand, dass ist doch nicht soo schlimm. Stimmt ist nicht so schlimm, ist aber auch eine Art der Selbstverletzung.

Als ich noch gearbeitet habe, da sind mir auch einige Dinge passiert, die ich nicht mitbekommen habe, erst als es zu spät war.
Ich habe in einem Callcenter gearbeitet und da kam es dann auf, dass es Gesprächsführungsseminare gab. Ansich waren sie auch interessant, aber nur solange wie sie von der Firma alleine durchgeführt worden sind. Später kamen dann so genannte Personaltrainer dazu. Und dann ging es los mit Selbstwertgefühl und vielen anderen Dingen.
Wobei ich der Meinung bin, dass es ein sehr gefährliches Ding ist, solche Seminare durch zu führen, wenn die Leute nicht auch ein wenig in Psychologie ausgebildet sind um die Teilnehmer auffangen zu können, wenn sie zu tief abrutschen. Vor allen Dingen bei den MLP Seminaren, denn da wird oft in die Vergangenheit gegangen.
Bei mir war es so, dass ich sofort abrutschte und alles versuchte an diesen Seminaren nicht teilnehmen zu müssen. Was zu Anfang sehr schwierig war, weil ja niemand in der Firma wusste was mit mir los war.

Als erstes passierte es mir, dass ich morgens zur Arbeit fahren wollte und beim rausgehen aus der Wohnzimmertür kam ich an den Türrahmen und dabei habe ich mit den rechten Mittelfinger gebrochen. Wie kann so was gehen. Ja das weiß ich bis heute nicht genau. Nach meinem Gefühl habe ich mich nur ein wenig gestoßen, aber mein Therapeut und auch der Arzt im Krankenhaus waren der Meinung bei so einem Bruch muss mit sehr viel Kraft gegen den Türrahmen geschlagen worden sein.

Auch dies ist eine Form der Selbstverletzung.

Ungefähr 8 Monate danach, als wieder so ein Seminar an stand, ja da hatte ich einen kurzen Blackout, als ich morgens um 5:30 Uhr die Treppe herunter gegangen bin. Keine Ahnung wie viele Stufen ich gefallen bin, aber das Ergebnis war ein Bruch des Mittelfußknochens. Ich habe es nur noch knacken gehört. Wieder Krankenhaus und wieder in Erklärungsnot, ich muss Euch sagen, dass ist ein ganz schreckliches Gefühl.

Danach musste ich in der Firma wenigstens das nötigste erzählen und dann habe ich ein Attest von meinem Therapeuten bekommen, das mich von diesen Seminaren befreite.

Aber es sollte noch schlimmer kommen. Als die Not der einzelnen Persönlichkeitsanteile immer größer wurde, da griffen sie zu härteren Maßnahmen. Mir wurden die Arme aufgeschnitten. Zuerst waren die Schnitte nicht tief, so dass ich sie auch vor meinem Therapeuten verbergen konnte, aber dann gingen sie eben tiefer und ich musste die Handgelenke verbinden.

Also musste ich meinem Therapeuten erzählen, dass ich es nicht mitbekomme. Da zu dieser Zeit schon feststand das ich Viele bin, kam ich mir nicht ganz so blöd vor zu sagen, ich bekomme es nicht mit und sehe hinterher nur die verbundenen Wunden.

Recht schlimm wurde es dann in der Klinik, denn da passierte es auch und die Schnitte waren so tief, dass man mit mir ins Krankenhaus fahren musste, damit es dort genäht werden konnte. Auch da war sie wieder die Erklärungsnot. Ich konnte dort doch nicht sagen, dass war ich nicht. Denn man wird dort gefragt, waren sie das selber?
Dort ist dann auch aufgefallen, dass ich in diesen Momenten total Schmerzunempfindlich bin, die können da nähen ohne betäuben zu müssen.

Zum Fäden ziehen musste ich das erste Mal dann ambulant beim Chirurgen. Die haben mich da behandelt wie ein rohes Ei, ich sah m ich genötigt dort zu sagen, dass ich keinen Suizidversuch unternommen habe.

Schwierig war es für mich anzunehmen, dass es die Not der Innenpersonen ist und ich nicht schuld bin daran. Ich musste lernen auf mein inneres zu hören und zu reagieren.

Inzwischen kenne ich die Anzeichen und kann entsprechend reagieren, so dass es seit 5 Jahren keine Schnittverletzungen mehr gegeben hat.

Auch verstecke ich meine Narben nicht, ich schäme mich deswegen auch nicht. Es ist passiert und gehört nun zu mir. Meisten denke ich auch garnicht daran.

Das waren jetzt meine Arten der Selbstverletzung, es gibt aber noch sehr, sehr viele.


Donnerstag, 24. Januar 2013

Verlosung

Zur Verlosung stehen 2 Flaschen selbstgemachten Fliederbeer-/Holunderbeersaft.

Es handelt sich um 1/2 Liter Flaschen.

Jeder kann sich bewerben, wichtig ist das Ihr mir eine Mailadresse hinterlasst. Sonst kann ich ja nicht an die Adresse desjenigen kommen, den das Los bestimmt.

Sagt mir, warum Ihr gerne diese beiden Flaschen gewinnen möchtet.

Die Verlosung läuft bis zum 31.01.2013.

Es handelt sich um ein Konzentrat, d.h. es braucht ungefähr 2 cl von dem Saft, der Rest des Glases oder der Tasse wird mit kochenden Wasser aufgefüllt.

Man kann auch je nach Geschmack etwas mehr Saft nehmen, wenn man gerne sehr süß trinkt.

Also ran an die Tasten und sich bewerben.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Rodelausflug

Gestern haben wir einen Rodelausflug gemacht, nachdem es die Nacht ordentlich geschneit hatte.

Wie die Oma so ist, hat sie die Schwiegertochter angerufen unf gesagt, heute müssen wir mit den Kindern rodeln gehen.

Meine Schwiegertochter hatte schon geahnt, dass ich sie anrufen werde und hat auch zugegeben, alleine wäre sie mit den Kindern nicht rodeln gegangen.

Aber ich bin eben ein richtiger Motivationstrainer. Meinen Mann habe ich regelrecht dazu gezwungen mit zu kommen.

Und wie man sieht, hat es ihm auch mächtig Spass gemacht und die Kinder waren auch glücklich ein männliches Wesen dabei zu haben.









Witzig war, dass die Kinder zwar den Berg runter gerodelt sind, aber den Schlitten mussten wir Erwachsenen wieder nach oben bringen. Der Ehrlichkeithalber muss man aber auch sagen, dass es für die beiden noch zu schwer ist den Schlitten nach oben zu bekommen. Denn es ist ja ein großer Schlitten und der ist auch schon etwa 18 Jahre alt.




Zuerst wurde ja nur mit einem von uns gerodelt, aber nachher waren sie dann schon mutiger und haben es alleine oder zu zweit gemacht.









Stürze gab es natürlich auch, aber die Kinder haben viel und herzlich gelacht. Ich kann mich immer nur wundern, dass sie sich dabei förmlich weg lachen können.

Oma hatte auch warmen Tee und geschälte Äpfel dabei und von der Mutter gabs zwischen durch auch ein Butterbrot, denn Rodeln kann für so kleine Kinder schon sehr anstrengend sein.





Ja und merke beim Fotografieren sollte man nicht rauchen, denn sonst kommen dann solche Fotos heraus. Den Kindern habe ich erzählt ich hätte ihren Schutzengel mit fotografiert und die glauben das natürlich auch noch. Sieht aber auch irgendwie fast so aus.



Auch ich habe gerodelt, aber davon gibt es keine Fotos. Irgendjemand musste den Kindern ja auch zeigen, dass man auf dem Bauch auch rodeln kann.

Alles im allen war es ein wunderschöner, lustiger Nachmittag.

Montag, 21. Januar 2013

Sandbild Iris fertig

Hier kommt nun das fertige neue Sandbild.

Das Bild ist auf Leinwand und hat die Maße
50 x 70 cm.

So langsam bekomme ich auch die Mischverhältnisse der einzelnen Farben unter einander hin.

Den Dekosand beziehe ich über die Firma CandleCorner. Die haben einen Onlineshop wo man bequem kaufen kann.

http://www.candlecorner.de/


Bei der Auswahl des Dekosandes muss man darauf achten die kleinste Körnung aus zu wählen, damit der Sand auch gut klebt und nicht so viele Löcher entstehen.

Freitag, 18. Januar 2013

Eine Woche mit Höhen und Tiefen

Wieder mal ist eine Ereignis reiche Woche vergangen und ich bin völlig durch den Wind und weiß einfach nicht mehr wem und was ich glauben soll.

Bei meiner Vorgeschichte bin ich immer sehr vorsichtig, was ich mitteile, denn es könnte für mich durchaus gefährlich sein.

Mein letzter Therapeut hat sich letztes Jahr in einer anderen Stadt selbständig gemacht, diese Selbständigkeit kam ziemlich plötzlich und überraschend. Auch für meinem Therapeuten, denn er hatte auf einmal eine Kassenzulassung bekommen und konnte auch in eine Praxis einsteigen.

Ich bin also Therapielos und die Suche nach einem Therapeuten gestaltet sich für mich schwierig.

Jetzt hatte ich also diese Woche ein Erstgespräch mit einem Therapeuten und das hat mich doch ziemlich aus der Bahn geworfen, ich habe ja schon darüber berichtet.

Dann habe ich ja noch das OEG-Verfahren am Hals, wegen eines erneuten Gutachtens. Deshalb habe ich in der Institutsambulanz in der mein letzter Therapeut gearbeitet hatte, darum gebeten mir doch für meinen Anwalt, eine Kopie des Befundberichtes, den er ans Versorgungsamt gesendet hat, aus zu händigen.

Jetzt war ich Gestern dort, weil mir die Psychologin die dort arbeitet und die ich auch kennengelernt habe, am Telefon mitteilte ich können die Kopie jetzt dort abholen.

Ich habe keine Kopie des Berichtes bekommen, sondern ein neu aufgesetztes Schreiben, unterschrieben von eben jener Therapeut in und dem zuständigen Arzt dort.

Keine Ahnung warum die dort den Bericht nicht aushändigen, was soll mein Anwalt mit einem neu aufgesetzten Schreiben.

Jetzt kommt wieder meine Paranoia ins Spiel.

Ich bin ziemlich isoliert, seit dem ich keinen Therapeuten mehr habe.

Die ganzen kleinen Puzzelteilchen passen zu einander, ich bin auf mich selbst gestellt und weiß nicht mehr wem ich vertrauen soll oder nicht.

Meine Gedankengänge sind schwer in Worte zu fassen und ich weiß nicht ob es für jemand fremden nach zu vollziehen ist. Außerdem darf und kann ich nicht alles schreiben.

Das einzige Erfolgserlebnis das ich diese Woche hatte, war die Vollendung des in Arbeit befindlichen Sandbildes. Leider kann ich es im Moment nicht zeigen, da ich  bei meiner Kamera aus versehen die Batterieart falsch eingestellt habe und die Kamera jetzt immer sagt, ich soll die Batterie wechseln und dann sofort ausgeht, so dass ich die Programierung nicht mehr rückgängig machen kann.

Dienstag, 15. Januar 2013

Unfassbar

Heute Vormittag habe ich einen Ersttermin bei einem Therapeuten gehabt. Ich suche ja schon sehr, sehr lange einen Therapeuten und hatte sehr große Hoffnung in diesen Termin gesetzt.

Fing auch erst gut an, aber dann kam mal wieder alles anders.

Für mich ist es schon nicht leicht, über meine Störung zu sprechen. Da ist zu allererst immer die Angst deswegen abgelehnt zu werden.

Ich habe es schon kennengelernt, dass Therapeuten gleich am Telefon zu mir sagten, es ist zu schwierig, habe keine Kenntnisse, zu Risikoreich usw.

Mir ist es lieber wenn sie mir dies gleich am Telefon sagen und nicht erst, wenn man einen Termin dort hat.

Ist mir auch schon passiert, am Telefon nachgefragt, haben sie Erfahrung mit DIS. Ja, habe ich. Dann das Gespräch und dann wieder die gleichen Aussagen, wie bei den Anderen.

Heute nun musste ich so ziemlich alles erklären, was für Probleme ich habe und wie sich die Störung äußert usw. Wieviele andere Persönlichkeiten ich denn habe, diese Frage beantworte ich generell nicht.

Dann kam von dem Therapeuten die Aussage: " Bei ihnen lohnt es sich nicht eine Therapie zu machen, denn ihre Störung ist ja nicht heilbar." "Sie brauchen keine Therapie sondern eine langjährige Begleitung."

Das hat mich so geschockt, dass mir erstmal einige Minuten die Worte fehlten. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich dies als Ablehnung empfinde. Er meinte darauf hin, es sei keine Ablehnung, er würde mir ja Gespräche anbieten wollen.

Das Gespräch ging dann noch etwas weiter, er meinte wir sollten doch erstmal die fünf Probestunden voll machen und dann entscheiden, ob wir ein Patientenverhältnis eingehen.

Ich habe nur geäußert, dass ich das alles erstmal sacken lassen müsse und mir einen neuen Termin geben lassen.

Bis nach Hause habe ich es dann noch geschafft und dann gingen die Probleme bei mir los. Ich habe gefroren wie noch nie, aber es war ein innerliches Frieren.

Die Gedanken schossen in alle Richtungen, dass kann man wörtlich nehmen, denn wenn mehrere Personen gleichzeitig denken, dann entsteht ein ziemlich großes Durcheinander.

Während ich ein heißes Bad genommen habe, in der Hoffnung dann wieder warm zu werden, konnte ich dann die verschiedenen Gedanken sortieren.

Ich frage mich, was dieser Therapeut für eine Auffassung von seinem Beruf hat. Es gibt bestimmt auch andere Menschen mit Störungen die nicht heilbar sind. Schickt er die alle wieder weg?

Nur weil ich eine  Dissiziative Identitätsstörung habe bin ich doch kein Mensch zweiter Klasse. Mit welchem Recht spricht er mir eine Therapie ab.

Innerlich ist die Entscheidung schon gefallen, wir werden nochmal dahin gehen und dann wird er ausgezählt, mit solch einem Menschen will ich nichts zu tun haben.

Montag, 14. Januar 2013

Wenn Traume fliegen lernen

Dies ist ein wunderschöner Film, der einen in die Kindheit zurück versetzen kann und man fängt tatsächlich wieder an zu träumen.
Selbst wenn der Film nicht unbedingt direkt aus dem Leben J.M.Barries gegriffen ist, so liefert er uns doch einen sehr emotionalen Einblick in die Entstehungsgeschichte von „Peter Pan", die vornehmlich ausgelöst wurde durch die Verbindung von Barrie zu den Söhnen von Sylvia Davies.

Johnny Depp ist wahrscheinlich einer der besten Schauspieler unserer Generation und in diesem Film brilliert er in der Rolle des James M. Barrie, der auf der Suche nach Inspiration 4 Jungen und deren Mutter Sylvia (ebenfalls fantastisch gespielt von Kate Winslet) nach dem Tod des Vaters bzw. des Ehemanns ein Stück Lebensfreude zurückgibt.
Der Film beeindruckt mit schönen Farben und tollen Dialogen (ob witzig oder tiefsinnig zum Nachdenken, beides wunderschön).

Ich habe diesen Film das erste Mal im Kino gesehen und ich hatte vorher noch nie erlebt, dass Menschen im Kino sitzen bleiben und den gesamten Abspann ansehen, weil sie sich erst mal wieder fassen müssen und eigentlich niemand sehen soll, dass die eine oder andere Träne vergossen worden ist.

Leider ist der Film damals nicht so zur Kenntnis genommen worden, da genau zu der Zeit der erste Teil der Herr der Ringe rauskam.

Ich weiß nicht wie oft ich diesen Film schon gesehen habe, aber es ist jedesmal wieder ein Erlebnis.

Das Alphabethaus

Nicht das hier der Gedanke aufkommt, ich würde nur Fachbücher lesen. Das Gegenteil ist der Fall, ich liebe vor allem Psychothriller, aber auch andere Bücher.
Im Grunde bin  ich ein viel leser. Eigentlich lese ich immer mehrere Bücher parallel.
Als ich noch täglich nach Hamburg pendeln musste, da war es für mich selbstverständlich immer eine Taschenbuch in der Tasche zu haben, damit ich während der Zugfahrt lesen konnte.
Hatte auch einen großen Vorteil, ich wurde nicht angequatscht und angemacht.

Ich möchte hier mal ab und zu das Eine oder Andere Buch vorstellen.

Sehr gerne lese ich die Bücher von Jussi Adler-Olsen. Sie sind immer sehr spannend geschrieben, von der ersten Seite an und man kann diese Bücher dann einfach nicht zur Seite legen.



»Endlich gibt es dieses Literatur-Juwel auf Deutsch. Jussi Adler-Olsen ist ein Autor von Weltformat. Mit ›Das Alphabethaus‹ stellt er das eindrucksvoll unter Beweis. Ein Buch über Freundschaft, Liebe und Rache, die Leiden des Krieges, dem, was der Krieg aus Menschen macht, den unbedingten Willen zu überleben und über das, was man nie vergessen kann. Das Buch ist an Spannung nicht zu überbieten. Atemlos verfolgt man die Geschichte. Jussi Adler-Olsens eingängiger Stil und sein großes Können als Geschichtenerzähler machen seine Bücher zu Lesemagneten. ›Das Alphabethaus‹ ist ein dramatischer Thriller, der sich liest wie eine spektakuläre Hollywood-Verfilmung auf ›Oscar‹-Niveau. Absolut sensationell!
 «
Alex Dengler, denglers-buchkritik.de 06.02.2012

Sonntag, 13. Januar 2013

Handbuch Rituelle Gewalt: Erkennen - Hilfe für Betroffene - Interdisziplinäre Kooperation

Folgendes Buch habe ich auch gelesen, denn es interessiert mich sehr, wie weit die Forschung und auch die Fachleute inzwischen sind.Es ist auch für Betroffene sehr gut lesbar, wenn man mit dem nötigen Abstand an die Sache heran geht.

Der erste Teil befaßt sich mit 'Strukturen und Methoden'. Es geht um die gesellschaftliche Wahrnehmung von Ritueller Gewalt, um Dissoziative Identitätsstruktur als regelhafte Folge, um das Thema Macht, den Stand der Forschung in Deutschland. Ein Artikel (von Thorsten Becker) referiert den Stand des fachlichen Wissens zu ideologischen Kulten und Tätern, eine Überlebende vermittelt die auch rhetorische Unterdrückung durch Mitglieder einer christlichen Kirche. Sylvia Schramm (tiefenpsychologisch orientierte Traumatherapeutin) stellt die erschreckende Realtät der 'systematischen Kinder-Abrichtung in Deutschland' dar. Ein ehemals täteridentifizierter Überlebender referiert über Konditionierung und Programmierung im Interesse des Kults. (Wobei diese Techniken meiner unrepräsentativen Erfahrung nach nicht in jedem "Fall" derart ausgefeilt, geradezu wissenschaftlich praktiziert werden. Im übrigen können authentische Beziehungs- und Bindungserfahrungen erheblich dazu beitragen, derartige Konditionierungen aufzulösen. Die Darstellung sollte also HelferInnen/TherapeutInnen nicht davor abschrecken, sich auf Überlebende einzulassen!)

Im zweiten Teil findet sich ein Interview mit Monika Veith, einer Pionierin der therapeutischen Arbeit mit Überlebenden von Ritueller Gewalt, außerdem Berichte zu Möglichkeiten und Schwierigkeiten, Betroffenen beim Aussteig aus der Gewalt ideologischer Kulte zu unterstützen (Claudia Fliß sowie Melina, eine Überlebende).

Der dritte Teil des Buchs behandelt 'psychosoziale und medizinische Hilfen für Betroffene'. Besonders hervorheben möchte ich hier das Referat von Claudia Fliß zur 'ambulanten Psychotherapie'. Wegen der hohen Virulenz unterschiedlicher 'Rollen' (Zuschreibungen, Täterintrojekte, Überlebensformen, Altersgruppen) bei Überlebenden von Ritueller Gewalt ist die therapeutische Arbeit mit den einzelnen dissoziativen Persönlichkeiten hier unverzichtbar. (Mittlerweile ist dies wohl auch bei anderen Traumaüberlebenden mit DIS therapeutischer Standard.) Sehr deutlich werden Unterschiede der Therapie bei Betroffenen, die bis ins Erwachsenenalter in der Gewalt satanischer/ideologischer Kulte sind, zu erwachsenen KlientInnen, deren traumatisches Leid in der Kindheit liegt. Auch die therapeutische Situation bei Betroffenen vor und während dem Ausstieg aus der Tätergewalt wird nuanciert dargestellt. - Die Biologin und Ärztin für Naturheilverfahren Sabine Gapp-Gauß trägt mit einer 'ganzheitlichen Betrachtung des Heilungsprozesses bei Dissoziation' bei, die nicht nur aufgrund seiner deutlichen Psychiatriekritik zukunftsweisend sein könnte. - Andere Artikel behandeln die medizinische Versorgung, stationäre Therapie, Beratungsarbeit und Erfahrungen in Wohngruppen für Frauen mit Psychotraumatisierungen. Wiederum von Claudia Fliß ist eine Darstellung 'spezifischer psychischer Folgen', in dem unterschiedliche Diagnosen aus dem Blickwinkel möglicher Traumatisierung betrachtet werden.

Im vierten Teil des Handbuchs geht es um 'rechtliche Hilfen?' - nicht von ungefähr mit Fragezeichen, denn dies scheint im Zusammenhang mit Ritueller Gewalt ein recht hoffnungsloser Aspekt zu sein. Rudolf v. Bracken (Jurist), Manfred Paulus (Kriminalist). Helga Erl (Fachpsychologin für Rechtspsychologie) und Eline Maltis (Traumaüberlebende) verdeutlichen, daß sich auch in diesem Bereich etwas ändert. Die Referate könnten Rechtsanwälte und andere Profis und HelferInnen durchaus ermuntern, Betroffenen auch in diesem Bereich beizustehen.

Der Abschlußteil ('Es geht nur gemeinsam') tritt ein für interdisziplinäre Vernetzung von HelferInnen und Betroffenen/Überlebenden und beschließt dieses wunderbare Buch mit grundsätzlichen Überlegungen zu Subjektivität und Vertrauen, zur Normalität von Gewalt und einem 'Plädoyer für mehr Raum für Verletzlichkeit'.

Samstag, 12. Januar 2013

Die vergessenen Opfer

Da ja am 16.01.2013 in der ARD ein Film über Kinder- und Menschenhandel gezeigt wird, möchte ich heute mal über diese Opfer sprechen.

Vor garnicht all zu langer Zeit gab es eine Meldung in der Presse, das mal wieder ein Kinderpornoring gesprengt worden war und das 10 oder mehr Kinder befreit worden sind. 5 Kinder kamen aus Deutschland.

Jetzt möchte ich zum Nachdenken anregen:

Wer waren diese Kinder?
Wurden diese Kinder nicht vermisst?
Was passiert mit den Kindern in Deutschland?
Wenn sie Familie haben, kommen sie dorthin zurück?
Wie werden die Familien auf die Kinder vorbereitet?
Werden auch die Eltern psychologisch betreut?
Wenn keine Eltern, wo kommen diese Kinder hin?
Welche Schäden haben die Kinder davon getragen?

Stellen wir uns alle diese Fragen oder sagen wir uns: "Toll die haben Kinder gerettet!" und dann vergessen wir das wieder. Es sind ja nicht unsere Kinder.

Was ist mit den Journalisten? Warum greifen sie dieses Thema nicht auf?

Manchmal kommen dann Meldungen, dass die festgenommenen Täter verurteilt worden sind. Aber diese Verurteilungen beziehen sich fast alle auf den Besitz oder Verbreitung von Kinderpornografie. Keine Verurteilungen wegen schweren sexuellem Missbrauch oder dergleichen.

Jetzt gehen wir mal einen Schritt weiter. Wie bekommen diese Verbrecher es hin, dass die Kinder das tun was von ihnen verlangt wird? Wie kann es sein, dass diese Kinder bei den Taten noch lächeln können.

Ich denke ich kann diese Fragen beantworten.

In den Reihen dieser Verbrecherringe gibt es Ärzte, Psychologen, Polizisten, Politiker und eigentlich jede Berufssparte die man sich denken kann.

All diese Menschen bringen ihr Wissen in diese Ringe ein oder schulen Mitglieder.

Ein Großteil der Kinder werden in diese Kreise hineingeboren, d.h. wenn irgendein Opfer schwanger wird, dann wird diese Schwangerschaft auch ausgetragen. Die Kinder werden dann von den Ärzten geholt und tauchen in keinem Geburtregister auf. Für die Welt existieren diese Kinder nicht und die können mit ihnen machen was sie wollen.

Ein anderer Teil kommt durch Kinderhandel in diese Kreise und noch ein anderer Teil sind die Kinder der Mitglieder dieser Kreise.

Es sind vor allen die ganz jungen Kinder die für diese Kreise so wertvoll sind, denn diese Kinder können so abgerichtet werden, dass sie alles machen was von ihnen verlangt wird.

Wie so was geht?

Diese armen Geschöpfe werden so lange gefoltert und gequält bis sie eine Nahtoderfahrung machen. In dieser Situation spaltet sich die Persönlichkeit eines kleinen Kindes und diese Persönlichkeit wird von den Tätern gezielt auf gewisse Tätigkeiten abgerichtet.

Je öfter diese Situationen herbeigeführt werden umso mehr Persönlichkeiten können erschaffen werden.

Dieses Wissen verdanken diese Kreise unter anderen auch den Menschenversuchen, die im zweiten Weltkrieg stattgefunden haben oder kommen von den Erfahrungen der Folterknechte bei den Geheimdiensten.

Woher ich das wissen kann fragt sich jetzt bestimmt der Eine oder Andere.

Diese Frage beantwortet sich eigentlich von selbst, denn woher stammen wohl meine eigenen Persönlichkeiten.



Freitag, 11. Januar 2013

Eine ganz "normale" Woche

Seit einiger Zeit spinnt mein PC völlig. Mittendrin sehe ich ganz kurz nur ein paar bunte Streifen und zack ist mein PC aus.
Meine Söhne informiert und dann kam Sascha auch und hat sich den PC angeschaut und dann fing das mutmaßen an. Kann die Grafikkarte sein oder der Schalter oder sonst was.
Renè hat mir dann eine Grafikkarte für den PC meines Mannes rausgesucht und der hat sie sich dann gekauft, weil unsere Überlegung war, ich brauche für die Arbeit am PC nicht eine so große Karte aber mein Mann schon. Der Ein- und Ausbau bei dem PC meines Mannes funktionierte dann auch einwandfrei, aber bei mir ging es wieder mit Problemen los. Karte eingebaut und dann erkennt der PC meine Tastatur nicht mehr. Also ist mein Mann losgefahren und  hat eine neue Tastatur gekauft, die über USB geht.
Dieses Problem also auch gelöst, Grafikkarte funktioniert auch, nur leider fährt der PC nicht mehr aus dem Standbymodus hoch.
Also denn auch noch deaktiviert.
Kommt man jetzt allerdings nur ein wenig an den PC, dann schaltet sich das Ding einfach aus. Also muss es irgendwie einen Wackelkontakt geben.
Verstehe einer diese Technik!

Aber es gab auch ein Erfolgserlebnis! Seit über 6 Monaten suche ich ja nun einen neuen Therapeuten und bei zweien stand ich auch auf der Warteliste. Gestern habe ich dann mal wieder den Versuch unternommen dort anzurufen um zu fragen wie die Chancen denn stehen in absehbarer Zeit einen Therapieplatz zu bekommen. Ich war also darauf eingestellt wieder vertröstet zu werden.
Um so erstaunter war ich als der eine Therapeut gleich sagte, na dann machen wir doch gleich einen Termin. Nächsten Dienstag ist der erste Termin!

Ich hoffe, dass mir dieser Mensch sympathisch ist und ich ihm auch, denn bei meiner Diagnose ist es überhaupt ein Glücksfall, wenn sich ein Therapeut bereit erklärt mit mir zu arbeiten.

An drei Tagen in dieser Woche musste ich mal wieder mit heftigen Kopfschmerzen kämpfen.

Keine Ahnung was ich Montag, Dienstag und Mittwoch so alles gemacht habe, die Tage sind wie ausgelöscht bei mir, aber es lohnt nicht sich darüber Gedanken zu machen, muss ich mit Leben.

Heute war ein anstrengender Tag, denn ich musste erst zum Anwalt wegen meiner OEG Sache und dann hatte ich einen Termin in der Institutsambulanz, denn ich brauchte neue Medikamente.
Ich hatte keine Ahnung was mich dort erwartete, denn ich war seit September nicht mehr dort. Das letzte Gespräch hatte ich dort mir meinem Therapeuten bevor er von dort wegging.

Es lief dort aber sehr gut, sie hatten schon jemanden gefunden, der für mich zuständig ist. Die Wahl ist auf die Psychologin gefallen, die ich schon von der Station der Klinik kenne, so musste ich nicht erst lange Erklärungen abgeben.

1,5 Stunden später hatte ich dann einen Gesprächstermin mit meiner Bezugsperson in der Klinik.

Alles im allem war ich von 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr unterwegs.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Anfrage zur Studienteilnahme: Umfrage zur Versorgungssituation von Trauma-Betroffenen

Heute erreichte mich eine Anfrage zu einer Umfrage mit der Bitte diese doch zu veröffentlichen.

Ich habe mir diese Umfrage angeschaut und auch daran teilgenommen. Ich bin der Meinung, dass man sie gut machen kann, wenn man ein wenig Abstand hält. Einige Passagen können triggern.

Ich gebe hier mal den Inhalt der Mail ein wenig abgeändert wieder:

Mein Name ist Melanie Bleckert und ich schreibe gerade meine Masterarbeit an der Universität Bielefeld in der Abteilung Klinische Psychologie. Im Rahmen eines größer angelegten Forschungsprojektes sind wir auf der Suche nach Teilnehmer für unsere Studie: "Umfrage zur Versorgungssituation und Zufriedenheit von Trauma-Betroffenen".

Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, ist es besonders für traumatisierte Menschen häufig nicht einfach im Gesundheitssystem Hilfe zu erhalten. Die Wartezeiten für ambulante Therapieplätze sind häufig sehr lang und die vielen verschiedenen Therapierichtungen und Hilfsangebote machen es den Betroffenen Personen nicht leicht eine geeignete Hilfe zu erhalten. Ziel unserer Studie ist es daher Betroffene Personen selbst zu Wort kommen zu lassen welche positiven und negativen Erfahrungen sie bereits bei der Suche nach Hilfe gemacht haben um ggf. zur Optimierung des Gesundheitssystems beizutragen.
Die Studie ist vollständig anonym und dauert in etwa 45-60 Minuten (je nach Lesegeschwindigkeit und Vorerfahrungen im Gesundheitssystem). I

Ich wollte Sie daher fragen ob es möglich ist den Link für unsere Studie in ihrem Gästebuch ihrer Homepage  zu posten, da ich denke, hier viele Betroffene Personen zu finden. Sie können sich vorab gerne ein Bild unserer Studie machen. Der Link zur Studie lautet:
http://ww3.unipark.de/uc/umfrage_psychosoziale_versorgung/


Nach Rückfrage darf ich diesen Link auch auf meinem Blog veröffentlichen und dies auf Facebook posten.

TV-Tipp: Operation Zucker, 16.01.2013, ARD 20:15 Uhr

Operation Zucker

Krimi-Drama über Kinderhandel, Prostitution und Menschenverachtung. Eine Schreckensgeschichte nach wahren Begebenheiten

Hier wagt sich die ARD mutig an ein sensibles Thema, selber bin ich mal gespannt, ob es auch sorgfältig umgesetzt worden ist.

Zum Inhalt:
"Ich möchte Ihnen gerne Fee vorstellen, Vielleicht kann sie sogar fliegen?", preist die Frau das kleine Mädchen an. Erst auf Rumänisch dann auf Deutsch. Gut gelaunt führt die Händlerin durch eine ekelerregende Veranstaltung. Irgendwo in Rumänien werden Kinder verschachert. Den Zuschlag bekommt Ronnie. Auch für den kaum älteren Bran. Er schafft die beiden nach Berlin in ein Kinderbordell, wo vermögende Geschäftsleute und Politiker ein und aus gehen. Der Club wird bereits von der engagierten Kommissarin Karin Wegemann und ihrem Kollegen Uwe Hansen observiert. Doch die Kinderhändler haben einflussreiche Freunde bei der Justiz.

TV Movie meint: Von der ersten Sekunde an steckt der Zuschauer in einem grauenvollen Leidensszenario. Die Kamera ist extrem nah und schonungslos an der unaufgeregt agierenden Darstellern, kreiert unangenehm dichte Atmosphäre, verzichtet trotz bedrückender Bilder aber auf eine Überinszenierung des Dramas.


Handelsware Kind UNICEF schätzt, dass weltweit täglich 3000 Kinder Opfer von Menschenhändlern, in die Prostitution gezwungen oder als Kinderarbeiter ausgebeutet werden. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa geht jährlich von etwa 200.000 zwischen Ost- und Westeuropa aus. Und die Internationale Arbeitsorganisation beziffert die Gewinne aus Menschenhandel auf 32 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Diese Zahlen sollte sich jeder mal in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Wieviel Leid muss es noch geben, damit sich endlich etwas ändert.

Meiner Meinung nach ist es schon ein riesen Schritt in die richtige Richtung, dass solch ein Film in der Hauptsendezeit überhaupt gezeigt wird, vor einigen Jahren kamen solche Filme nur sehr spät in der Nacht.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Körperwahrnehmung

Körperwahrnehmung ist ein Thema das mir zu schaffen macht, denn dadurch das ich viele Persönlichkeiten habe, sehe ich meinen Körper immer anders, jede Person hat ihre eigene Wahrnehmung.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land? Für mich eine Frage die sich in Bezug auf meine Person für mich nicht beantworten lässt. Eigentlich ist der Spiegel sogar mein Feind. Jeden Morgen muss ich ja in den Spiegel schauen, denn es müssen ja Zähne geputzt und die Haare gekämmt werden. Frau will ja nicht ungepflegt aussehen.

Jeden Morgen schon vorher die Frage, wie sehe ich heute aus? Welches Gesicht wird sich mir zeigen? Du schaust in den Spiegel und kennst die Person, die dich anschaut garnicht. Das sind nicht Deine Augen, die da rausschauen. Wenn ich Glück habe, dann haben meine Augen wenigstens meine Augenfarbe, also die die in meinem Pass steht.

Vorteilhaft finde ich es, wenn es eine jüngere Person ist, die mich da anschaut, denn dann sehe ich auch jünger aus und man sieht mein Alter nicht. Bislang ist es so, dass ich nicht eine einzige Falte habe, dass ist ein Vorteil, den ich anderen gegenüber habe, ich habe das Gefühl, ich kann garnicht alt werden.

Trotzdem mag ich meinen Körper nicht, es gibt auch seit Jahren keine Fotos mehr von mir. Zwar hat meine Tochter jetzt Fotos auf meiner Hochzeit gemacht, aber auch diese werde ich niemanden zeigen. Ich fand mich eigentlich ganz OK, so wie ich aussah, bis ich die Fotos gesehen habe.

Es liegt daran, dass ich nicht genau weiß, wie dick ich eigentlich bin, denn ich sehe mich ja immer mit verschiedenen Augen. Bei Magersüchtigen kennt man das ja auch, die nehmen ihren Körper auch nicht so wahr, wie er ausschaut. Sie sind fast nur noch Haut und Knochen, aber sie selber sehen sich nicht so.

Dadurch das ich Medikamente nehmen muss, habe ich schon ganz schön zugelegt, denn fast alle Psychopharmaka wirken sich irgendwie auf das Gewicht aus. Wenn ich diese Medikamente nehme, dann habe ich einen sehr, sehr starken Drang nach Schokolade und dem kann ich kaum widerstehen.

Um mein Gewicht einigermaßen unter Kontrolle zu halten, muss ich auf die Waage. Ich kann mich ja selber nicht so genau einschätzen.

Eigentlich weiß ich nicht einmal genau wer ich denn eigentlich von den vielen Ansichten her bin.


Dienstag, 8. Januar 2013

Innenansichten dissoziierter Welten extremer Gewalt, Ware Mensch - die planvolle Spaltung der Persönlichkeit

Hier erschien mal ein Buch, dass die Wahrheit ans Tageslicht bringt, Gaby Breitenbach spricht das aus, was sonst immer verschwiegen wird und niemand auszusprechen wagt.

Es wird aufgezeigt, wie Menschen gezielt und nach Plan zerbrochen werden. Es geht um die Nutzung der Opfer im Rahmen von Pornografie, Prostitution, Snuff-Videos und um ihre Entrechtung durch die so genannte Mind-Control. Menschen werden zu Waren degradiert und als Container für Täterwünsche auf Knopfdruck missbraucht.

Aufgepasst, es ist vieles zu lesen, was nicht so leicht zu vertragen ist.

Auch werden hier die Täterstrukturen aufgezeigt, die weit bis nach oben in die Politikerriege reichen.

Ein sehr, sehr mutiges Buch, dass aber leider voll der Wahrheit entspricht.


Sonntag, 6. Januar 2013

K.O.-Tropfen - Gefahr in der Disco

K.O-Tropfen sind Drogen, die einen Menschen  bewusstlos, hilflos oder handlungsunfähig machen. Dahinter können sich verschiedene Wirkstoffe verbergen. In der Medizin werden sie als Narkose- oder Beruhigungsmittel eingesetzt. Manche dieser Medikamente sind tatsächlich flüssig, andere Pulver oder Tabletten.


Straftäter benutzen diese Stoffe, damit ihre Opfer bei Sexualstrafen oder Diebstahl bewusstlos oder wehrlos sind.


K.O.-Tropfen: oft flüssig und farblos

GHB (Gamma-Hydroxy-Buttersäure) ist meistens flüssig und farblos. Der leicht salzige und seifige Geschmack wird oft vom Eigengeschmack der Getränke, in die sie gegeben werden, überdeckt.

Für Ahnungslose nicht bemerkbar

Im Getränk sind sie für Ahnungslose meistens nicht herauszuschmecken. Deshalb ist es relativ einfach, K.O.-Tropfen auf Partys, in Clubs oder in Kneipen in offen stehende Gläser oder Flaschen zu geben. Manchmal werden sie auch unter Essen gemischt.


Erste Symptome: Schwindel und Übelkeit


Die erste Wirkung setzt ungefähr 10 bis 20 Minuten nach der Einnahme ein. Direkt nach der Einnahme von K.O.-Tropfen wird den Betroffenen meistens plötzlich übel und schwindlig. Oft vermuten sie, dass diese Wirkung vom Alkohol kommt, auch wenn sie bis dahin nicht übermäßig viel getrunken haben.


Zunächst können die Substanzen auch euphorisierend und enthemmend wirken. Betroffene berichten, dass sie zunächst ungebremst flirteten oder massiv auf ihre Begleitpersonen eingeredet haben. Sie können eine Zeitlang noch normal reden und sich bewegen. Für Außenstehende erscheint alles relativ unauffällig. Die Betroffenen wirken höchstens etwas angetrunken oder teilnahmslos.

Opfer sind willenlos und manipulierbar


Jedoch schon vor einer Bewusstlosigkeit sind die Frauen und Mädchen unter diesen Substanzen praktisch willenlos und leicht manipulierbar. Rückwirkend können sie sich an diesen Wachzustand nicht mehr erinnern.


So wird klar, warum die Täter K.O.-Tropfen in der Öffentlichkeit einsetzen können: Ihnen bleibt genug Zeit, mit der Frau Kontakt aufzunehmen oder Hilfe anzubieten, um sie dann nach draußen oder an einen anderen Ort zu bringen. Dort sind die Betroffenen dann leichte Beute für die Täter.

Volle Wirkung: Plötzliche Müdigkeit setzt ein


Nach dem ersten „Anfluten“ setzt bei entsprechend hoher Dosierung eine plötzliche Müdigkeit ein. Die Opfer fallen in einen tiefen Schlaf oder werden sogar bewusstlos. Wenn sie eingeschlafen oder bewusstlos sind, kommen sie erst nach Stunden wieder zu sich.


Werden die K.O.-Tropfen mit Alkohol eingenommen, verstärkt sich die Wirkung, zum Teil mit gefährlichen Folgen: Es kann nicht nur zur Bewusstlosigkeit sondern auch zu Atemstillstand kommen.


Verhaltensregeln für ein sicheres Nachtleben


Pass auf deine Getränke auf

Nimm kein offenes Getränk von Leuten an, die du nicht kennst.
Auch bei Freunden oder Partybekanntschaften: Nimm nur Getränke an, deren Weg du vom Tresen an verfolgt hast. Im Zweifelsfall auf einen Drink verzichten oder nur verschlossene Flaschen annehmen.
Lass dein Getränk nicht unbeobachtet stehen. Wenn doch, lieber ein neues Getränk bestellen. Macht untereinander aus, dass ihr gegenseitig auf eure Gläser aufpasst.
Trinke nicht zu viel Alkohol. Im Vollrausch bist du auch ohne K.O.-Tropfen leichter angreifbar. Wenn du betrunken bist, kannst du viele Situationen nicht mehr gut einschätzen.
Blind Dates: immer an einem öffentlichen Ort

Treffpunkt für Blind Dates: immer an einem öffentlichen, neutralen Ort, den du kennst.
Auch bei Internet-Verabredungen oder Blind Dates gilt: Lass dein Getränk und dein Essen nicht aus den Augen. Auch bei einem zweiten oder dritten Treffen ist es besser vorsichtig zu sein.
Wenn sich die Welt plötzlich dreht: Hilfe holen

Wenn dir plötzlich schwindelig oder schlecht wird, sprich deine Freundinnen an und bitte sie um Hilfe. Das gleiche gilt, wenn du ohne Grund auf einmal völlig enthemmt oder extrem euphorisiert bist.

Wenn du Hilfe brauchst und allein unterwegs bist, wende dich an das Personal. Geh immer dorthin, wo auch andere Menschen sind.
Vertraue deinem Instinkt: Wenn du dich in einem Club oder auf einer Party nicht sicher fühlst, dann gehe lieber.
Wenn du mit Freundinnen ausgehst, dann geht auch gemeinsam wieder nach Hause. Passt auf der Party aufeinander auf und verliert euch nicht aus den Augen.
Ruf im Zweifel die Polizei oder den Notarzt an.

Wie Freundinnen und Freunde aufeinander aufpassen können:

Der beste Schutz ist, nicht allein unterwegs zu sein. Wenn Du mit Freundinnen und Freunden ausgehst, dann besprecht vorher, dass ihr aufeinander achtet und euch gegenseitig im Auge behaltet.
Folgend einige Punkte, über die ihr euch einig sein solltet:
Zusammen kommen, zusammen feiern und zusammen gehen

Wenn Du mit Freundinnen ausgehst, dann geht auch gemeinsam wieder nach Hause.
Wenn eine von euch früher nach Hause geht, dann sagt euch gegenseitig Bescheid.

Wenn ihr euch in einem Club oder auf einer Party unwohl fühlt oder nicht sicher, dann geht lieber.

Passt gegenseitig auf eure Getränke auf.
Im Ernstfall: Hilfe holen


Kümmere dich um deine Freundin, wenn es ihr plötzlich schlecht geht oder schwindlig wird. Lass sie nicht alleine. Das gleiche gilt, wenn du das Gefühl hast, dass sie ungewöhnlich euphorisiert oder enthemmt ist und nicht mehr für ihre Sicherheit so



Weiter

Trotz allem: Wege zur Selbstheilung für Frauen, die sexuelle Gewalt erfahren haben

Dies ist eins der ersten Bücher, die zu diesem Thema überhaupt auf den Markt gekommen sind.

Lange Zeit wurde es nicht mehr aufgelegt und war nirgends zu erhalten, jetzt gibt es eine Neuauflage dieses Werkes.

Es war auch eins der ersten Bücher, dass ich mir zu diesem Thema angeschafft habe und ich schaue auch nach Jahren immer mal wieder in dieses Buch. Ich würde es auch nie abschaffen wollen, denn es hilft auch nach Jahren der Beschäftigung mit seinem eigenen Schicksal, wenn das Selbstwertgefühl mal wieder völlig am Boden liegt.


Freitag, 4. Januar 2013

Wunderschöne Kinderbücher

Das Buch "Ich bin das Licht:Die Kleine Seele spricht mit Gott." Eine Parabel für Kinder nach dem Buch Gespräche mit Gott von Neale Donald Walsch, bekam ich vor einigen Jahren von einer Seelenverwandten geschenkt.

Ich bin begeistert von diesem Buch, es ist überaus wunderschön illustriert worden und auch die Geschichte geht ans Herz.

Darauf hin suchte ich im Netz und fand auch das zweite Kinderbuch aus der selben Reihe.
"Die kleine Seele und die Erde", ebenso liebevoll illiustriert.

Bislang gibt es leider noch keine weiteren, aber diese Bücher lohnen sich auf jeden Fall zu kaufen, es spricht Kinder sehr gut an, da ja alle Seite bebildert sind.







Donnerstag, 3. Januar 2013

Die Anzeige des Täters

Wie es bei mir zur Anzeige eines der Täter kam, ist schon eine etwas merkwürdige Geschichte.

Alles fing damit an, dass ich zur Kur war, dort gab es auch eine psychiatrische Abteilung (ich war wegen Rückenproblemen dort hin geschickt worden). Als also die erst Untersuchung und das Ärztegespräch war, da habe ich allen Mut den ich hatte zusammen genommen und habe dem Arzt dort, er war ein Orthopäde, ganz knallhart ins Gesicht gesagt: "Ich bin ein sexuell missbrauchtes Kind und brauche psychologische Hilfe.". Dem Arzt ist fast alles aus dem Gesicht gefallen, ich werde den Anblick so schnell nicht vergessen.Er wusste garnicht was er sagen sollte, aber egal. Ich bekam auf jeden Fall 3 mal die Woche ein 50 Minuten Gespräch beim Leiter der Psychologie.

Ich hatte keine Ahnung was mich erwartete, aber der Typ war echt nett und mir auch sympathisch. Kurz gesagt, nach ungefähr 3 Stunden bei ihm merkte ich mit einen Mal, dass ich Nachts wieder schlafen konnte und nicht durch starke Rückenschmerzen wach wurde. Zum Abschluss bekam ich von dem Psychologen noch gesagt. ich müsse mir unbedingt zu Hause einen Therapeuten suchen, damit ich mit der Aufarbeitung weitermachen kann, ansonsten würden die Rückenschmerzen nach einige Zeit wieder kommen.

Zu Hause angekommen, wurde meine Tochter dann über einen langen Zeitraum schwer krank und ich hatte keine Zeit mich um einen Therapeuten zu bemühen.

Durch meinen Sohn wusste ich, dass man sich eine eigene Homepage erstellen kann und ich wollte es auch versuchen, allerdings alleine ohne Hilfe. Also suchte ich im Netz ein wenig und fand dann die Strato AG, die einen Homepage Baukasten anbot, für Menschen mit nicht so großen Kenntnissen.

Ich machte mich also ans Werk, und die ersten Sätze kosteten mich eine Menge Überwindung und auch Tränen. Aber die Homepage kam an und bald wurde ich gefragt, ob ich denn nicht ein Forum in meine Homepage einbauen wolle. Davon hatte ich noch weniger Ahnung, aber ich bin auch ein Mensch der gerne viele Dinge ausprobiert. Learning by doing.

Das erste Forum war auch ein kostenloses und nicht gesichert. Dort dann lernte ich eine junge Frau kennen, die mir mitteilte, dass sie noch immer missbraucht wird usw. Ich wollte helfen, das Helfersyndrom brach voll aus. Ich telefonierte sogar mit ihr. Es verlief allerdings so, dass sie mich anrief, angeblich hatte sie kein Telefon oder so, genau weiß ich es nicht mehr.

Nach einiger Zeit bekam ich von ihr einen Abschiedsbrief, indem sie mir ihren Suizid ankündigte.

Ich war wie vor den Kopf gestoßen, was sollte ich tun. Ich konnte doch nicht einfach so darüber hinweggehen. Ich überlegte hin und her und dann hatte ich einen Entschluss gefasst. Ich nahm alles mit was ich an Informationen über sie hatte. Druckte auch ihre IP-Adresse aus und die Mails, die sie mir geschrieben hatte. Dann machte ich mich mit dem Umschlag und was darin war auf den Weg hier zur Polizei. Dort auf der Wache sagte ich dann, dass ich eine Suizidankündigung bekommen hatte.

Man ließ eine Beamtin kommen und dann musste ich alles erklären. Wie es zu dem Kontakt kam und auch warum. Also beichtete ich, dass ich ein Opfer von sexuellem Missbrauch war. Die Beamtin war sehr sehr nett und sagte mir auch, sie müsste da sie nun Kenntnis von meinem Missbrauch hätte eigentlich anfangen zu ermitteln, aber ich solle mir doch überlegen, ob ich nicht eine Anzeige machen wolle. Es sei wichtig, auch wenn der Fall wie sie mitteilte schon verjährt war. Ich hatte 3 Jahre zu lange gewartet. Ich sagte ihr ich würde es mir überlegen und mich dann ggf, bei ihr melden.

Noch kurz zurück zu der Frau mit dem Suizid. Ich war kaum von der Anzeige wieder zu Hause und da klingelte auch schon mein Telefon und die Beamten von der Kripo, die Internetgeschichten bearbeiteten waren dran. Sie wollten noch einige Informationen haben. Ich war überrascht das das alles so schnell ging. Einige Tage später, bekam ich einen Anruf von einem Kripobeamten aus einem anderen Bundesland. Sie hatten die junge Frau gefunden und es hatte sich herausgestellt, dass alles was sie mir mitgeteilt und im Internet verbreitet hatte nur erfunden gewesen war. Ich wurde gefragt ob ich denn auch gegen die Frau Anzeige erstatten möchte, oder nicht. Ich verneinte, denn erstens war ich froh, dass sie lebte und zweitens hatte sie jetzt schon genug Ärger wegen Vortäuschung einer Straftat.

Ich war wieder einmal um eine Erfahrung reicher. Man darf nicht alles glauben, was im Internet verbreitet wird und sollte immer misstrauisch bleiben.

Das Forum nahm ich erstmal aus dem Netz. Später dann machte ich ein neues auf, diesmal kein kostenloses, dafür aber mehrfach gesichert und dieses Forum gibt es nun schon 8 Jahre.

Jetzt stand immer noch die Frage im Raum, soll ich Anzeige erstatten oder nicht. Ich schob es erstmal weg von mir. Das hatte ich die ganzen Jahre gemacht, denn mein Vater wusste nichts von allem und er war zu diesem Zeitpunkt schon schwer krank. Ich sagte mir immer ich mach das wenn mein Vater nicht mehr lebt, doch es sollte anders kommen.

Als ich in der Adventszeit mal wieder bei meinen Eltern war um zu helfen dem Tannenbaum draußen mit Lichterketten zu verschönern, da rief mich meine Mutter rein und meinte ich solle mal mitkommen, sie wolle mir was zeigen. Wir gingen ins Schlafzimmer und dort zeigte sie mir dann eine Weihnachtskarte, eine Weihnachtskarte vom Täter (er war der jahrelange Geliebte meiner Mutter). Das brachte das Fass zum überlaufen, ich wollte vergessen, aber meine Mutter ließ das einfach nicht zu. Immer wieder brachte sie ihn mir irgendwie in Erinnerung. Das sollte und musste aufhören.

Ich rief also die Polizeibeamtin an und sagte ich wolle nun doch eine Anzeige machen. Sie musste mich erstmal an die Sitte weiterleiten, denn bis dort war die Sache schon gekommen. Ich rief dort also an, aber diese Beamtin kam mir ganz blöd, sie meinte ich solle die Sache mal vergessen und mir lieber professionelle Hilfe holen. Ich sprach nochmal mit der ersten Beamtin und erzählte ihr davon. Für mich war die Sache nun eigentlich erledigt. Doch wieder kam es anders. Ich erhielt einige Tage später einen Anruf von der ersten Beamtin, die mir mitteilte, dass ihr Chef nun wollte das ich eine Anzeige mache. Wieder überlegte ich einige Zeit und dann rief ich an und sagte: "Ja, ich mache die Anzeige aber nur wenn die  Beamtin die aufnehmen würde." Das gestaltete sich zunächst schwierig, weil die Dame nur einen Teilzeitjob dort hatte. Wir fanden dann einen Termin, der allerdings abends um 22:00 Uhr war. Mir war es egal, der Vorteil war ja, dass dann dort auf der Wache nicht so viel los war.

Ein guter Freund fuhr mich an besagtem Abend dann zur Polizei und wartet auf mich. Der arme Kerl, er musste 2 Stunden warten.

Als ich hineinging und auf den Wachhabenden zu, da wusste der schon Bescheid und ließ gleich die Beamtin kommen. Wir gingen dann also in den Vernehmungsraum. Mir wurde was zu trinken angeboten und rauchen durfte ich auch, obwohl dort eigentlich Rauchverbot war.

Die erste Überraschung erlebte ich, als die Straftatbestände aufgenommen worden. Ich hatte nicht gewusst, dass ich meine Mutter automatisch mit anzeigte, aber das ließ sich nun nicht mehr ändern.
Im großem und ganzen, lief die ganze Sache sehr locker ab. Es wurde zwischendurch gelacht und auch Pausen gemacht. Keine Sekunde hatte ich das Gefühl, dass man mir nicht glauben würde. Nach den besagten 2 Stunden kam dann der Chef von der Beamtin und sagte wir müssten Schluss machen, länger dürfte die Anzeigenaufnahme nicht dauern, wir waren aber auch schon fertig. Es wurde nur noch das Protokoll ausgedruckt und dann durfte ich es mir durchlesen und noch Änderungen vornehmen. Als die Beamtin die zweite Version vom Protokoll holen wollte, fragte ich sie, ob ich die erste mitnehmen können. Dies verneinte sie, meinte aber gleichzeitig, sie liegt ja auf dem Tisch und ich verlasse den Raum, wer weiß denn ob sie wenn ich wieder komme immer noch da liegt. Ich hatte begriffen und steckte die Erstversion ein.

Alles im allen habe ich sehr gute Erfahrungen bei der Polizei gemacht und ich würde es wieder machen, allerdings muss das jeder für sich selber entscheiden, denn man muss schon viele Details wiedergeben und das kostet Kraft.

Einige Wochen später wurde das Verfahren dann von der Staatsanwaltschaft eingestellt, wegen Verjährung aber ich hatte nun die Berechtigung einen Antrag auf Opferhilfe zu stellen. Das wurde mir dann aber erst einige Zeit später von der Opferhilfe mitgeteilt, eigentlich hätte die Polizei mich darauf aufmerksam machen müssen. Aber egal. Ich hatte Anzeige erstattet, der Täter war jetzt polizeilich bekannt und mir fiel einen große Last vom Herzen.

Nachdem das Verfahren eingestellt worden war und Weihnachten vorüber war, habe ich meiner Mutter dann telefonisch mitgeteilt, dass ich Anzeige erstattet hatte und si9e auch angezeigt habe, es aber leider verjährt war. Ihre einzige Reaktion, war nur zu sagen, dann kommt ja nun alles raus und den Hörer aufzulegen. Später beschimpfte sie mich dann noch auf dem Anrufbeantworter.

Ich habe dann meine Familie verloren, alle stellten sich gegen mich. Außer meinem Vater, denn dem wurde es verschwiegen und er hat es auch nicht mehr erfahren. Er ist vor einigen Jahren in Frieden gestorben.


Mittwoch, 2. Januar 2013

Wandgemälde

Dies ist ein Projekt das mich schon seit 2 Jahren beschäftigt und das mich sicherlich auch weiter begleiten wird.

Ich habe schon immer eine große Liebe zu Bäumen gehabt und kurz nachdem feststand, dass ich mein Haus kaufen kann, da habe ich dann angefangen meinen eigenen Lebensbaum im Flur zu malen.

Auch hier habe ich Acrylfarbe verwendet. Unten ging es ja mit dem Malen, aber oben auf der Leiter war es garnicht so einfach.







Die beiden Teile neben dem Stamm sollen keine Augen sein, ich habe einfach nur die Lampen in das Bild eingearbeitet.

Spannend für mich ist, dass ich immer noch nicht weiß, ob der Baum eines Tages Blüten tragen wird.

Michaela Huber

Heute möchte ich Euch mal einige Bücher von Michaela Huber ans Herz legen.

Michaela Huber ist Traumatherapeutin und eine der führenden deutschen Kapazitäten die sich mit der Dissoziativen Identitätsstörung auseinander gesetzt haben.

Ich fand diese Bücher, als ich nach Trauma und auch gezielt nach Dissoziativer Identitätsstörung gesucht habe.

Was ich als großen Vorteil empfinde, ist dass auch Laien diese Bücher sehr gut lesen können, sie schreibt alles sehr verständlich.